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Gaumenkitzel in Glashütte

Gasthof Reuner wurde vor 15 Jahren in dem Museumsdorf eröffnet Gaumenkitzel in Glashütte

Auf ein großes finanzielles Wagnis ließ sich Peter Reuner bei der Sanierung des maroden Gasthofes im Museumsdorf Glashütte ein. Dort sind Besucher aus nah und fern seit 15 Jahren willkommen. Ende 2015 möchte der Seniorchef die Geschäfte an seinen Sohn Christian übergeben. Nächstes Jahr wollen beide viel Geld in die Erweiterung des Gasthofes stecken.

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Gaumenkitzel vor dem Gasthof. Senior-Chef Peter Reuner und sein Sohn Christian Reuner mit hauseigenen Produkten.

Quelle: Frank Pechhold (2)

Glashütte. Der Duft von warmem Brot aus dem urigen Hofbackofen und selbst geräucherter Wurst weisen Gästen den Weg zum Gasthof Reuner. Mitten im Museumsdorf schlägt seit 15 Jahren das gastronomische Herz von Glashütte. Herzschrittmacher sind Peter Reuner und sein Sohn Christian.

„Wäre Christoph Schulze nicht gewesen, dann hätten wir uns wahrscheinlich nie auf dieses Wagnis eingelassen“, sagt Peter Reuner. Schulze, damals noch Vorsitzender des Vereins „Glashütte“, ermutigte den Senior-Chef 1999 dazu, den maroden Gasthof zu sanieren. Dabei sah das um 1860 errichtete Gemäuer wenig vertrauenserweckend aus. Leerstand, Verfall und Brandschäden hätten jeden anderen Investor eher abgeschreckt. Nicht so Peter Reuner. „Der alte Gasthof atmete förmlich die Geschichte des Glasmacherdorfes aus.“ Das und Christoph Schulzes Vision vom lebendigen Museumsdorf faszinierten ihn. Und so fasste er sich ein Herz und investierte rund drei Millionen D-Mark in die Sanierung des Gasthofes. Entstanden sind gemütliche Gaststuben, Kaminzimmer, Saal mit Bühne, Gästezimmer, Biergarten, rustikaler Weinkeller. Hinzu kommen die brandenburgweit älteste erhaltene Kegelbahn und das Trauzimmer der Stadt Baruth.

„Als wir den Gasthof im Oktober 2000 eröffnet haben, gab es hier gerade mal einen Glasbläser“, so Peter Reuner. Heute laden fast 30 Kunsthandwerker im „schönsten Glasmacherort Deutschlands“ zum Schauen und Kaufen ein. Nach dem Einkaufsbummel kehren viele Museumsdorf-Besucher im Gasthof ein. „Wobei manchmal die Woche über gar nichts los ist. Und am Wochenende fahren gleich mehrere Reisebusse um die Mittagszeit vor“, sagt Christian Reuner. Dann haben die zehn festangestellten Mitarbeiter und etliche Saisonkräfte alle Hände voll zu tun, um die Gäste schnell mit Gerichten aus frisch zubereiteten saisonalen Produkten zu verwöhnen.

Gegenüber dem Gasthof liegt der dazugehörige Konsum. Bei Manfred Jensch gehen Wurst und Schinken, die Daniel Kluke frisch geräuchert hat, und Natursauerteigbrote über die Theke. Zulieferer für Fleisch und Mehl sind die Zossener Fleischerei Klauck und die Kummersdorfer Heidemühle.

„Der Gasthof und der Konsum laufen gut“, sagt Peter Reuner. Ende Dezember übergibt er die Geschäfte an seinen Sohn Christian. Unter dessen Regie wird 2016 damit begonnen, den Biergarten für 500 000 bis 600 000 Euro auf dem Nachbargrundstück zu erweitern. Im Gespräch sind eine Service-Station für Wohnmobile und eine Wasch- und Toilettenanlage. Weiter sind preisgünstige Übernachtungsmöglichkeiten geplant. „Auf dem Hof kann man dann in einem Schlafwagen oder dem eigenen Zelt übernachten“, sagt Christian Reuner. Dieses Angebot richte sich an Familien, „die nicht das Budget für ein Hotelzimmer haben“.

Von Frank Pechhold

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