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Teltow-Fläming Geccelli-Kunst in der Scheune
Lokales Teltow-Fläming Geccelli-Kunst in der Scheune
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00:17 25.10.2013
Bestechend minimalistisch: Skulpturen von Ruth Baumann, Gemälde von Christiane Schlosser. Quelle: Marion Schulz
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Jühnsdorf

Man lernt einen Menschen niemals richtig kennen, heißt es. Im Laufe eines Lebens wird er immer neue Facetten von sich zeigen, bis zu seinem Tod. Regina Geccelli kannte ihren Mann, den Maler Johannes Geccelli, offenbar ziemlich gut. Sie traf ihn in den 1970er Jahren an der Hochschule, seither begleitete sie ihn zu Vernissagen, plante seine Ausstellungen, war Vertraute und Managerin zugleich. Als das Ehepaar 1994 aus Berlin in den Blankenfelder Ortsteil Jühnsdorf zog, war sie es, die die Ställe auf ihrem Grundstück zu Atelierräumen für ihn umbauen ließ. Ein perfektes Künstler idyll, bis Johannes Geccelli 2011 überraschend starb.
„Damit hat ja keiner gerechnet. Er war bei bester Gesundheit“, sagt Regina Geccelli. Es hat sich vieles für sie geändert, eines jedoch nicht: Ihre Arbeit steht weiterhin im Zeichen ihres Mannes. Sie verwaltet seinen Nachlass, katalogisiert die ausschließlich abstrakten Bilder. Und sie hat ein Konzept entwickelt, um das Werk ihres Mannes weiterzuführen: Sie hat in einem ihrer Ställe eine Kunsthalle bauen lassen, wie man sie sonst nur in Großstädten findet. Drei Räume, eine scheinbar endlose Weite aus purem Weiß. Darin stellt sie Künstler aus, die ihr Mann bewunderte, die ihn beeinflusst haben, die er beeinflusst hat. Es ist bereits die dritte Ausstellung dieser Art, die nun bis Ende November in Jühnsdorf zu sehen ist.
Regina Geccelli zeigt Skulpturen und Gemälde der Berliner Künstlerinnen Ruth Baumann und Christiane Schlosser. Erstere hatte Johannes Geccelli bei einer Ausstellung entdeckt, die filigranen Arbeiten der Bildhauerin hatten Eindruck bei ihm hinterlassen. Christiane Schlosser lernte er an der Hochschule der Künste in Berlin kennen, an der er damals lehrte. Ihre Arbeiten erinnern in Ansätzen an Geccellis eigene Werke – minimalistisch, auf den Punkt.
Als Regina Geccelli den Frauen das Angebot für die Ausstellung unterbreitete, waren beide schnell begeistert. Weil die Jühnsdorfer Kunsthalle „ein Volumen bietet, dass die Exponate atmen lässt“, sagt Ruth Baumann. Und weil sie sich ausgewählt fühlten, posthum, von einem Künstler, den sie bewunderten.
Im Gegenzug durften Baumann und Schlosser zwei Gemälde aus dem Nachlass des Verstorbenen aussuchen, um sie in Beziehung zu ihren eigenen Werken zu setzen. Ein Bild etwa in dem 40 verschiedene Beige-Töne aufeinander zulaufen. Auf einem anderen sind feine orangefarbene Linien zu sehen. Es sind zum Teil Gemälde, die Regina Geccelli vorher noch nie gesehen hat. Johannes Geccelli hatte sie vor ihrer gemeinsamen Zeit gemalt und sie lagen seither im Lager. Und während die Witwe des Malers vor einem solchen Gemälde verweilt, den Kopf schief legt, die Hände faltet, sagt sie nach einer kurzen Pause über den einst Vertrauten: „Wenn ich die Bilder betrachte, lerne ich meinen Mann noch einmal von einer ganz neuen Seite kennen.“

Ausstellungsbesuch nach Voranmeldung unter Tel.  03379/373139.

Von Marion Schulz

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