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Gedenken in Jüterbog und Niedergörsdorf

Volkstrauertag Gedenken in Jüterbog und Niedergörsdorf

In mehreren Veranstaltungen haben Bürger in Niedergörsdorf und Jüterbog an den Denkmalen und Kriegsgräbern den Opfern von Krieg und Gewalt gedacht. Stets kamen dabei nicht nur die Weltkriege, sondern auch die Gegenwart zur Sprache. Jüterbogs Bürgermeister Arne Raue sagte, man müsse sich den aus Todesangst nach Deutschland geflüchteten Menschen widmen.

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Die Malterhausener legten einen Gedenkkranz nieder.

Quelle: Degener

Jüterbog. Vielerorts wurde am Sonntagvormittag der Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft anlässlich des Volkstrauertages gedacht. Auf dem Kriegerdenkmal von Malterhausen stehen die Namen von 72 Menschen. Sieben Bewohner des Ortes kamen zusammen, um in aller Frühe ihrer und anderer Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft zu gedenken.

Namen und Schicksale bekannt

Nicht nur die Namen auf der Säule sind den Bewohnern bekannt – oft auch ihr tragisches Schicksal im Detail. Ortsvorsteherin Rosmarie Scholz gab allerdings zu bedenken, dass der Volkstrauertag auch jenen Opfern gelte, die aus anderen Nationen stammen und die nicht vor vielen Jahren, sondern jetzt zu Opfern des Krieges werden.

Gedenken in Gölsdorf

Bei der Gedenkfeier der Gemeinde Niedergörsdorf in Gölsdorf sagte Hauptamtsleiterin Andrea Schütze, dass Opferzahlen in Millionenhöhe unser Herz nicht mehr erreichen. „Erst wenn uns bewusst wird, dass dahinter einzelne Menschen stehen, beginnen wir zu fühlen“, sagte Schütze. Dies geschehe am Volkstrauertag nicht allein, sondern gemeinsam. Die Klänge des Posaunenchors Jüterbog-Oehna rahmten die Feier würdig ein.

Pfarrerin: Trauerarbeit einziger Weg zurück zur Freude

Auch im Jüterboger Ortsteil Werder wurde der Kriegsopfer gedacht. Pfarrerin Ramona Rohnstock sagte, dass trotz drei Generationen, die in Frieden aufwuchsen, wohl jeder einen Ort wüsste, wo er einem Verwandten gedenken könnte. Sie nannte die Trauerarbeit den einzigen Weg zurück zur Freude. Jeder könne anderen dabei helfen und ihnen Raum zur Trauer geben.

Arne Raue: Nationen seit den Weltkriegen nicht schlauer geworden

Jüterbogs Bürgermeister Arne Raue (parteilos) mahnte, dass die Nationen seit den Weltkriegen nicht schlauer geworden seien und machte für aktuelle Flüchtlingsbewegungen die deutsche Industrie und Politik mitverantwortlich. Er schloss in sein Gedenken am Grab von vier deutschen Kriegstoten in Werder ausdrücklich jene ein, die aus Angst um Leben und Gesundheit nach Deutschland fliehen. „Die Flüchtlinge, die genau davor fliehen, bei denen sollten wir sein und denen sollten wir uns widmen“, sagte Raue.

Von Peter Degener

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