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Gedenkplatte für Sowjetsoldaten erhält neuen Platz

Ludwigsfelde Gedenkplatte für Sowjetsoldaten erhält neuen Platz

Die Gedenkplatte für 391 sowjetische Soldaten, die in Ludwigsfelde gefallen waren, bekommt einen neuen Platz in der Neuen Mitte. Das sagte Bau-Fachbereichsleiter Torsten Klaehn jetzt vor Stadtverordneten. Noch ist aber nicht klar, wo. Die Platte war bereits zweimal umgesetzt worden.

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Diese Gedenktafel soll auch im neuen Zentrum würdig platziert werden.

Ludwigsfelde. Die Gedenkplatte für 391 im Zweiten Weltkrieg in Ludwigsfelde gefallene Sowjetsoldaten verschwindet nicht aus dem Stadtbild, sie bekommt auch im neuen Zentrum einen angemessenen Platz. Das erklärte der stellvertretende Bürgermeister und Bau-Fachbereichsleiter Torsten Klaehn vor Stadtverordneten.

Nachfrage bei der Verwaltung

Bauausschussvorsitzender Sylvio Pape (Fraktion Linke/Filu) hatte nach dieser Gedenktafel gefragt. Ihm war ebenso wie Mitgliedern des Geschichtsvereins Ludwigsfelde aufgefallen, dass die quadratische Metallplatte nicht mehr dort lag, wo es bis zum Jahre 2000 den Ehrenhain für die toten Rotarmisten gegeben hatte. Klaehn sagte, die Suche nach einem neuen Platz für diese Tafel liege ganz oben auf seinem Schreibtisch. Nur sei es nicht so einfach, einen solchen angemessenen Platz jetzt in der Neuen Mitte zu finden, so der Vize-Rathauschef.

Die Freifläche zwischen Sanitätshaus und Autobahn gibt es nicht mehr in der bisherigen Form. In dem Areal wurde eine Bushaltestelle neu angelegt, Geh- und Radweg wurden um diese Haltestelle herumgeführt. „Aber die Gedenktafel ins Pflaster einzulassen und über sie rüberzulaufen, finde ich nicht gut“, erklärte Klaehn. Die Tafel habe ja eine ganz andere Dimension als Stolpersteine zur Erinnerung an ermordete Juden, die ganz bewusst in Laufwege eingelassen sind. Und vielleicht wäre es gut, die Tafel am Wegesrand etwas angestellt zu platzieren, damit sie auch wahrgenommen werde, sagte Klaehn jetzt gegenüber der MAZ.

Gefallene liegen nun auf dem Friedhof der Stadt

Richtig Ruhe fanden die Gefallenen, derer dort mitten in der Stadt auch künftig gedacht werden soll, erst mit einer zweiten Umbettung, sie liegen im Ehrenhain auf dem Friedhof der Stadt. Das erste Mal waren sie zur Errichtung des Ehrenhains zu DDR-Zeiten von verschiedenen Stellen an die Potsdamer Straße umgelagert worden. Zur zweiten Umbettung hatten sich die Stadt, der Kreis, das Innenministerium Brandenburg und die russische Botschaft Ende der 1990er Jare entschlossen. Mit den Autobahn-Umbauplänen für die beiden aufgestelzten Fahrbahntrassen des Berliner Südrings war immer deutlicher geworden, dass am vorherigen Standort keine angemessene Totenruhe mehr gegeben war. Nach einem aufwendigen Genehmigungsverfahren und der Arbeit eines Umbetters unter Regie der Deutschen Kriegsgräberfürsorge waren die Gebeine auf den eigens geschaffenen Ehrenhain auf dem Friedhof umgelagert worden. Dieser Platz musste, da waren sich alle Beteiligten einig, wirklich ein Platz für die ewigen Ruhe sein.

Kupferdiebe stahlen Abdeckungen

Wie mehrfach berichtet hatte es später dann auch auf dem Friedhof noch mehrfach Wirbel um diese Gedenkstätte gegeben: Kupferdiebe hatten zweimal Abdeckungen, Buchstaben und zuletzt selbst den symbolischen roten Stern aus massivem Kupfer gestohlen. Die Stadt bekam das Original nur deshalb zurück, weil ein Schrotthändler wegen der MAZ-Berichte auf diese Straftaten aufmerksam geworden war und Skrupel hatte, dieses Gedenkstätten-Kupfer zu verwerten. In Absprache mit der russischen Botschaft ließ die Stadt gestohlene Teile in täuschend echtem Kunstharz ersetzen, der Original-Stern lagert im Stadtarchiv.

Von Jutta Abromeit

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