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Teltow-Fläming Gedenkveranstaltung zum 13. August 1961
Lokales Teltow-Fläming Gedenkveranstaltung zum 13. August 1961
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00:18 16.08.2017
Gedenken anlässlich des 13. August 1961: Marc Spogat, Carl Ahlgrimm, Dirk Steinhausen, Ralf Justawitz und Uwe Fischer (v.l.). Quelle: Gudrun Ott
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Heinersdorf

Unter dem Motto „Gegen das Vergessen“ hat die CDU des Gemeindeverbandes Großbeeren am Sonntag nach Heinersdorf eingeladen. Hier auf der Dorfaue, wo zwei Original Mauerteile aus dem ehemaligen Grenzbereich der früheren Gemeinde Osdorf an den 13. August 1961 erinnern, trafen sich Kommunalpolitiker verschiedener Parteien und Anwohner am Vormittag zu einer Gedenkveranstaltung.

Bürgermeister Carl Ahlgrimm (CDU) hob die besondere Bedeutung der Veranstaltung hervor. Er sagte unter anderem, er sei dankbar für die politische Wende und ein Leben im vereinten Deutschland. Die beiden Heinersdorfer Mauerstücke ließ der damalige Bürgermeister Karl-Heinz Valentin aufstellen in Erinnerung an die Teilung Deutschlands.

Ein erlebbares Denkmal

Der stellvertretende Bürgermeister Uwe Fischer (CDU) sprach von den Mauerteilen als einem erlebbaren Denkmal, Ortsvorsteher Ralf Justawitz (parteilos) und Norbert Stäblein, Schriftführer der CDU Ortsgruppe, erinnerten daran, wie schwer es ist, die Freiheit zu verteidigen. Irene Pacholik, Gemeindevertreterin und Kreistagsabgeordnete der Partei Die Linke sowie Dirk Helgert als Vertreter der Ludwigsfelder CDU erklärten, Geschichte dürfe nicht vergessen werden.

Dirk Steinhausen, Vorsitzender des Gemeindeverbandes der CDU Großbeeren, zitierte Willy Brandt, der 1961 Regierender Bürgermeister von Berlin war: „Die Sowjetunion hat ihrem Kettenhund Ulbricht ein Stück Leine gelassen. Sie hat ihm gestattet, seine Truppen einmarschieren zu lassen in den Ostsektor dieser Stadt. Sie, die Sowjetunion, hat ihrem Kettenhund die Vollmacht gegeben, internationales Recht zu brechen. Die Panzer, die in Stellung gebracht wurden, um die Massenflucht aus der Zone zu stoppen, diese Panzer haben unter ihren Ketten den gültigen Viermächtestatus Gesamtberlins zermahlen.“

Respekt bezeugen

Dirk Steinhausen benannte Unmenschlichkeit und Unrecht der Mauer. Er dankte den Teilnehmern der Veranstaltung, die durch ihre Anwesenheit den Menschen ihren Respekt bezeugten, die die Flucht versucht hatten und eingesperrt worden waren und denen, die auf der Flucht ihr Leben verloren hatten.

Dirk Steinhausens Rede wurde unqualifiziert von einem Zwischenrufer gestört, der eine Stellungnahme zur Inhaftierung des Rechtsextremisten Horst Mahler verlangte. Erst nachdem Bürgermeister Carl Ahlgrimm dem Störer einen Platzverweis aussprach, konnte das feierliche Gedenken fortgesetzt werden.

Von Gudrun Ott

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