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Gefährliche Rasererei im Dorf

Scharfenbrück Gefährliche Rasererei im Dorf

In Scharfenbrück wächst der Unmut über zu schnell fahrende Autos und Motorräder. Fahrzeuge, die aus Richtung Schöneweide nach Scharfenbrück kommen, bremsen selten am Ortseingangsschild ab. Wegen des Umleitungsverkehr von der B101-Baustelle spitzt sich die Situation zu.

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Vor allem der Umleitungsverkehr von der B101 beachtet derzeit kaum die Geschwindigkeitsbegrenzung in Scharfenbrück.

Quelle: Margrit Hahn

Scharfenbrück. „Die Fahrzeuge kommen in den Ort reingebrettert, da hält sich niemand an die Geschwindigkeit“, ärgert sich Maren Schumann. Der Verkehr ist ein Aufregerthema in Scharfenbrück. Wegen der Umleitung der B101 über Scharfenbrück ist es derzeit noch schlimmer. Morgens von 5 bis 7 Uhr und nachmittags von 16 bis 18 Uhr sei das Verkehrsaufkommen besonders hoch, berichtet Maren Schumann. „Deshalb hat es auch nicht viel gebracht, dass sich das Messfahrzeug des Landkreises morgens erst ab 7 Uhr hier postiert hat“, sagt die junge Frau.

Autofahrer ignorieren Ortseingangsschild

Sie wohnt in der Scharfenbrücker Straße und beobachtet täglich, wie Autofahrer, aus Richtung Schöneweide kommend, in den Ort fahren. Da würde kaum jemand das eigentlich gut sichtbare Ortschild wahrnehmen und abbremsen, sagt sie. Die meisten fahren noch die 150 Meter bis zur Kurve mit voller Geschwindigkeit und bremsen dort ab. „Man schafft die Kurve höchstens mit 50 km/h und so wird es auch im Kurvenbereich oft gefährlich“, berichtet Maren Schumann.

Sie hatte sich an die Gemeinde Nuthe-Urstromtal gewandt, die dafür eigentlich nicht zuständig ist, da es sich um eine Kreisstraße handelt. Trotzdem ließ Wolfgang Braune eine Geschwindigkeitsmesstafel aufstellen. Und siehe da, kaum stand die Tafel, hielten sich viele an die Geschwindigkeit und es wurde auch deutlich ruhiger.

Revierpolizist sieht wenig Chancen für Kontrollen

Revierpolizist Eckehard Seidel war vor Ort und hat sich die Sache angeschaut. „Leider bringt ein Geschwindigkeitsmessgerät nichts. Dafür bräuchte man 200 Meter Abstand zum Ortseingangschild und die sind in diesem Fall nicht vorhanden“, sagt Seidel. Am liebsten hätten die Anwohner eine Verkehrsinsel, so wie sie in Scharfenbrück bereits am Ortsausgang in Richtung Woltersdorf gibt. Doch bisher fand der Wunsch keine Berücksichtigung.

Auch Doris Dreßler die ebenfalls in der Scharfenbrücker Straße wohnt, ist nicht glücklich über die Raser. Sie hat Sorge um ihren Hund. Wenn der auf die Straße läuft, kann sie ihn nicht so schnell zurück holen. Vor kurzem wurde eine Katze überfahren. „Aber das scheint niemanden zu interessieren“, sagt Schumann verärgert.

Holzpoller als einziger Schutz

Die Anwohner sind froh, dass wenigstens die Holzpoller vor ihren Häusern stehen. Diese sind zwar eigentlich dafür gedacht, dass niemand am Straßenrand oder auf den Grünstreifen parkt, doch momentan ist das der einzige Puffer, falls die Autos durch die hohen Geschwindigkeiten von der Straße abkommen. Die Motorradfahrer halten sich ebenso wenig an die vorgegebene Geschwindigkeit und schneiden sogar die Kurve. Zum Teil kommt es zu waghalsigen Überholmanövern. „Es gab schon manch brenzlige Situation“, sagt Maren Schumann. Sie wünscht sich, dass die Sorgen der Scharfenbrücker ernst genommen werden, bevor schlimmeres passiert.

Die Kreisverwaltung Teltow-Fläming will prüfen, ob eine Verkehrsinsel notwendig ist.

Von Margrit Hahn

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