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Gefeierter Glaube

Luckenwalde Gefeierter Glaube

18 Kinder der katholischen Gemeinde Luckenwalde/Jüterbog haben in der Josephskirche ihre Erstkommunion empfangen. Gemeinsam mit den Familien feierte Pater Anselm Schadow einen bewegenden Gottesdienst und freut sich über das Interesse der Familien.

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Pater Anselm Schadow mit seinen 18 Kommunion-Kinder in der Luckenwalder Sankt-Joseph-Kirche.

Quelle: Robin Knies

Luckenwalde. Die Katholische Kirche hat zwar vergleichswenige Mitglieder in der Region. Doch das Interesse am Glauben schwindet deshalb keineswegs. Erst am Sonntag empfingen 18 Kinder aus dem Gemeindebereich Luckenwalde/Jüterbog ihre Kommunion, sie nahmen erstmals am christlichen Abendmahl teil.

Pater Anselm Schadow sprach während des Gottesdienstes auch mit den Kindern

Pater Anselm Schadow sprach während des Gottesdienstes auch mit den Kindern.

Quelle: Robin Knies

Die Kommunion findet traditionell in den Wochen nach Ostern statt und gilt in der katholischen Kirche als wichtiger Schritt auf dem Weg zur Aufnahme in die Kirchengemeinde. „Der Lebensweg“ war diesmal das Motto des Gottesdienstes, der die Kommunion begleitete und von Pater Anselm Schadow geleitet wurde. Nach dem Einmarsch der Kinder folgten zunächst einige Gebete und Musik von Mitgliedern der Pfarrgemeinde, bevor der Pfarrer sich schließlich direkt an die Kommunionskinder wandte und einige Gegenstände als Symbole für Stationen auf ihrem Lebensweg nutzte: Während ein Krug Wasser die Taufe symbolisierte, diente ein Schuh als Metapher für den Glaubensweg der Kinder. Auch für einen schweren Stein hatte der Pfarrer eine passende Bedeutung parat: „Der Stein steht für die Schwere des Lebens“, erklärte Schadow, „denn auch wir machen nicht immer alles richtig, und manchmal läuft es im Leben auch nicht so gut.“ Im Anschluss nahmen die Kinder ihre Kommunion in Empfang, bekamen noch einen Beutel mit Geschenken und marschierten schließlich wieder aus der Kirche.

Unterricht seit August 2016

„Ich hätte gar nicht gedacht, dass das so schnell geht – besonders wegen der großen Teilnehmerzahl in diesem Jahr“, erklärte der Pfarrer später. Seit August 2016 hatten sich die Kinder wöchentlich zum Kommunionsunterricht, der sogenannten „Katechese“, getroffen. Trotz der ungewöhnlich großen Gruppe lief die Prozedur laut Schadow sehr harmonisch ab: „Die Kinder waren dieses Jahr alle sehr gesprächig und haben auch überhaupt nicht gefremdelt.“

Übergabe der Geschenkbeute

Übergabe der Geschenkbeute.

Quelle: Robin Knies

Auch den Gästen hat der Gottesdienst gefallen. „Die Atmosphäre war sehr erfrischend“, sagte Uta Várdaru, deren achtjährige Tochter Anna an der Zeremonie teilnahm, „besonders als die Kinder ihre Kommunion empfangen haben, waren wir alle sehr gerührt.“ Auch die Vorbereitung auf die Familienfeier nahm die Jüterbogerin mit Gelassenheit: „Natürlich gibt es vor so einer großen Feier immer ein bisschen Stress und Aufregung, aber mit ein wenig Unterstützung von der Familie läuft das alles ganz entspannt ab.“

Zwei syrische Kinder sind dabei

Zwei syrische Kinder nahmen mit ihrer Familie ebenfalls an der Kommunion teil, worüber sich Pfarrer Schadow sehr freute. „Wir versuchen, für alle Mitglieder eine große ‚Pfarrfamilie‘ zu sein und jeden so gut wie möglich in die Gemeinde zu integrieren“, sagte er.

Heute findet um 17 Uhr in der Kirche die Dankandacht statt, bei der die Kinder einen Teil ihrer Kommunionsgeschenke an die Kirche spenden können. Die Erlöse gehen an den gemeinnützigen Verein „Rubinas 400 Kinder“, der sich für Schulbildung in Pakistan einsetzt.

Von Robin Knies

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