Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Teltow-Fläming Gefeiertes Konzert der Lautten Compagney
Lokales Teltow-Fläming Gefeiertes Konzert der Lautten Compagney
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
02:17 03.09.2015
Die Lautten Compagney Berlin gab gemeinsam mit Sopranistin Dorothee Mields ein gefeiertes Konzert in Jüterbog. Quelle: Karen Grunow
Anzeige
Jüterbog

Große Vorfreude auf den ersten Auftritt der Lautten Compagney Berlin gemeinsam mit Sopranistin Dorothee Mields in der Jüterboger Nikolaikirche brachte so einige Besucher in das Gotteshaus, andere die Neugier auf den Ort, wieder andere aus guter Tradition und dem sicheren Vertrauen, einen tollen Nachmittag erleben zu können – wie eigentlich immer bei Konzerten der Brandenburgischen Sommerkonzerte.

Kuchen in Kirchenform vor dem Konzert. Quelle: Karen Grunow

Schon vor dem Konzert am Sonntagabend war der Trubel vor der Kirche und in der Stadt groß, viele der mehr als 700 Konzertbesucher waren von weit her angereist. Seit 25 Jahren gibt es die Konzertreihe, die in diesem Jahr im Juni in Königs Wusterhausen eröffnet wurde. „Die Brandenburgischen Sommerkonzerte sind immer eine besonders schöne Gelegenheit, zu der wir Spitzenmusiker in unsere Kirche bekommen“, begrüßte Kirchenmusikdirektor Peter-Michael Seifried das Jüterboger Publikum, das vor dem Konzert entspannt den von Mitgliedern der Kirchengemeinde kredenzten Kuchen genießen konnte. „Wir sind eine Gemeinde, die diese Kirche gewaltig liebt und gewaltig nutzt“, lud er die Gäste ein, den herausragenden Bau und seine kunsthistorisch bedeutsame Ausstattung kennenzulernen.

Wie schon auf ihrer gefeierten ersten gemeinsamen CD „Love Songs“ boten Dorothee Mields und die Lautten Compagney Werke von Henry Purcell. Die Süße der Liebe, die Kraft, aber auch Verzweiflung, Eifersucht, Begehr, Sehnsucht, Verlust, das „Sich-zum-Affen-Machen“ – all das taucht auf in diesen Stücken aus dem späten 17. Jahrhundert. Die Lautten Compagney findet stets Interpretationen, die erfrischend und manchmal auch schelmisch die Details der Notenblätter umsetzen.

Die Spielfreude dieses Ensembles, das 1984 als Lauten-Duo von Wolfgang Katschner, der die Lautten Compagney leitet, und Hans-Werner Apel gegründet worden war, wurde in Jüterbog hör- und sichtbar. Bei Solistin Dorothee Mields, gefragt für Musik des Barock ebenso wie für zeitgenössische Kompositionen, scheinen all diese Gefühlswirren der Liebe zugleich in ihrer Stimme zu stecken. Deren Timbre so wunderbar zu Henry Purcells Werken passt, wenn sie wie beschwipst „Man is for the Woman made“ singt oder mit Percussionist Peter A. Bauer via Gesang und Gezwitscher in eine Flirterei zu „Dance for a chinese Man and Woman“ verfällt. Oder der Moment, wenn bei „For love ev’ry creature“ der Violone einsetzt, bevor Mields von den Freuden der Liebe singt, dann entsteht ein Gänsehaut-Moment.

Mit dem Auftritt der Lautten Compagney endete auch das neue Festival „Resonanzen“, für das die Kirchengemeinde neben speziellen Orgelprogrammen Gastspiele einige der gefragtesten Ensembles für Alte Musik organisieren konnte. „Der Auftakt ist gelungen“, freute sich Seifried über den Zuspruch für „Resonanzen“ und über die Kooperation mit den Brandenburgischen Sommerkonzerten.

Terminhinweis: Eine Aufzeichnung des Konzerts ist am 10. Oktober ab 20.04 Uhr im Kulturradio zu hören.

Von Karen Grunow

Polizei Teltow-Fläming: Polizeibericht vom 31. August - Böller trifft Asylbewerber

Ein 56-jähriger Asylbewerber ist in Luckenwalde von einem explodierendem Feuerwerkskörper verletzt worden. Eine Gruppe alkoholisierter Männer hatte beim Spaziergang nach einem Grillfest diesen und weitere Böller gezündet. Ein fremdenfeinlicher Hintergrund liegt nicht vor.

31.08.2015
Teltow-Fläming Graffiti Open-Air in Ludwigsfelde - Die Sprache der Jugend

Legal Autobahnpfeiler besprühen – das können zahlreiche Künstler jedes Jahr beim Graffiti Open-Air in Ludwigsfelde. Auch diesmal waren wieder die verschiedensten Sprüher mit dabei. Sie durften insgesamt 12 Säulen neu gestalten.

31.08.2015
Brandenburg Frauenhäuser in Brandenburg bieten Hilfe - Wenn die Ehe zur Hölle wird

Körperlich und psychisch misshandelten Frauen bleibt oft nur ein Frauenhaus als letzter Zufluchtort. Vor den gewalttätigen Männern geschützt, versuchen sie dort, ein unabhängiges Leben zu beginnen. Ein Besuch im Frauenhaus in Ludwigsfelde (Teltow-Fläming) – ein Ort, dessen Adresse geheim bleiben muss.

03.09.2015
Anzeige