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Teltow-Fläming Kein Vertrauen bei der Kasse des Vertrauens
Lokales Teltow-Fläming Kein Vertrauen bei der Kasse des Vertrauens
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18:12 26.06.2018
Toni Sterling und Jessica Becker ärgern sich über Diebstahl. Quelle: Katja Schubert
Gebersdorf

Toni Sterling (33) und seine Lebensgefährtin Jessica Becker (36) aus dem Dahmer Ortsteil Gebersdorf sind enttäuscht von der Unehrlichkeit der Menschen. Und diese beobachten sie neuerdings häufiger. Die Familie bietet hausgemachte Waren am Straßenrand an, auf ihrem kleinen Verkaufsstand stehen täglich Eier für 2,50 Euro und selbst gemachter Honig für 5  Euro bereit. Doch dies scheint einigen zu viel zu sein. Immer öfter beobachten die beiden, wie Waren mit zu wenig oder ohne Bezahlung eingesackt werden.

Immer häufiger wird geklaut

„Dieses Jahr ist der Zustand bei Vertrauenskassen besonders schlimm“, sagt der Hobbyimker Toni Sterling. „Viele geben das Geld lieber direkt bei uns ab, weil ihnen die Diebstahlgefahr bewusst ist. Manche wollen noch feilschen“, berichtet er weiter, „das macht uns traurig, immerhin ist das Ganze nicht nur ein finanzieller Einsatz, sondern auch ein enormer Arbeitsaufwand!“ Mit dem wenigen Erlös, der nach den Futter- und Lebenskosten für die Tiere noch bleibt, möchte das Paar ihren vier Kindern etwas zu Weihnachten leisten. „Letztendlich beklauen die Leute, die so etwas tun, nicht uns, sondern unsere Kinder“, sagt Jessica Becker. „sie laufen immer begeistert zum Fenster, wenn sie den Familienhund bellen hören, und hoffen, dass jemand Geld in die Kasse einwirft.“

Viele Anbieter machen deshalb dicht

Nicht nur bei der Gebersdorfer Familie häufen sich die Diebstahlvorfälle, auch bei anderen Hofständen der Region spitzt sich die Lage zu. „Eigentlich wollten wir in den nächsten Jahren das Angebot erweitern, zum Beispiel eigene Erdbeeren anbieten. Doch wenn das so bleibt, müssen wir den Stand dicht machen – wie so viele andere auch“, sagt Sterling. Er kann nicht verstehen, warum Leute seine Waren klauen: „Der Preis steht ganz eindeutig da. Wenn man damit nicht einverstanden ist, soll man einfach weiterfahren. Ich hoffe, wir erwischen die Diebe.“

„Schade, wenn wir das einstellen müssten“

Viele Nachbarn aus dem Dorf kommen regelmäßig, um frische Eier bei Toni zu kaufen. „Kaum einer hat noch eigene Hühner“, sagt Becker, „es wäre schade, wenn wir die Kasse des Vertrauens einstellen müssten.“

Von Katja Schubert

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