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Teltow-Fläming Geklärte Fronten in Jüterbog
Lokales Teltow-Fläming Geklärte Fronten in Jüterbog
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23:21 26.02.2018
Sophie Szalek (l.) und Celine Fischer (r.) besichtigen das künftige Domizil des Jugendbeirats – den ehemaligen Jugendtreff am Neumarkt. Quelle: Isabelle Richter
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Jüterbog

Gute Neuigkeiten gab es in der Sitzung des Jüterboger Jugendbeirats am Montagabend zu verkünden: Die Unstimmigkeiten mit Bürgermeister Arne Raue (parteilos) seien vom Tisch.

Erst kürzlich hatte das Stadtoberhaupt im Sozialausschuss den Beschluss über die Berufung von Jugendbeiratsmitglied Sophie Szalek als Sachkundige Einwohnerin verweigert. Als Motiv führte er eine aus seiner Sicht charakterliche Nichteignung der 17-jährigen Kandidatin an (die MAZ berichtete).

Bürgermeister kündigt finanzielle Unterstützung an

Inzwischen gab es jedoch ein klärendes Gespräch zwischen beiden, bei dem offenbar Missverständnisse aus dem Weg geräumt werden konnten. Wie Sophie Szalek berichtet, habe sich der Bürgermeister daraufhin sogar bei ihr entschuldigt. „Ich bin der Meinung, dass man Sachen aus der Vergangenheit auch in der Vergangenheit lässt. Ich denke, der Bürgermeister will uns jetzt wirklich helfen. Das ist ein Schritt auf uns zu“, sagt die 17-Jährige dazu.

In einem aktuellen Schreiben erreichte die Mitglieder des Jugendbeirats außerdem ein weiteres Angebot. Darin erklärte der Bürgermeister, dass er die Arbeit der Jugendlichen in diesem Jahr mit 5000 Euro unterstützen wolle. Einzige Voraussetzung: Die Stadtverordneten müssen zustimmen.

Sondersitzung zum Open-Air-Konzert

Am 5. März veranstaltet der Jüterboger Jugendbeirat eine Sondersitzung zum Thema „Open-Air-Konzert“.

Beginn ist um 18 Uhr in der Wiesenhalle.

Hintergrund des geplanten Konzerts im Sommer ist es, ein neues Angebot für Jugendliche in der Stadt zu schaffen.

In der Sondersitzung sollen dazu erste organisatorische Dinge besprochen werden. Es wird unter anderem um die Suche nach möglichen Standorten und musikalischen Beiträgen gehen. Nichtmitglieder sind ebenfalls erwünscht, um ihre Ideen miteinfließen zu lassen.

Dasselbe gilt übrigens auch für die reguläre Jugendbeiratssitzung am 12. März um 18 Uhr in der Wiesenhalle.

„Wir freuen uns sehr und hoffen, dass es durchgesetzt wird, um damit langfristige Projekte durchführen zu können“, erklärte die Vorsitzende des Beirats, Celine Fischer. Eine MAZ-Anfrage ans Rathaus zu den Themen blieb gestern leider unbeantwortet.

Ehemaliger Jugendclub als neues Domizil

Zudem gibt es noch einen weiteren Grund zur Freude. So darf der Jugendbeirat künftig die Räumlichkeiten des ehemaligen Jugendtreffs am Neumarkt nutzen. Um diesen wieder in Schuss zu bringen, bot Raue auch hierfür seine Unterstützung an.

Damit wäre zum einen die Suche nach einem festen Sitzungsort geklärt, zum anderen können sich die Jugendlichen aber auch mehr vorstellen. „Das Gebäude hat auf jeden Fall Potenzial. Wir könnten Sommerfeste oder Grillabende veranstalten oder hier auch unser Anti-Mobbing-Projekt starten“, erklärt Sophie Szalek.

Beratung über Bürgerstammtisch

Neben diesen Neuigkeiten, gab es in der rund zweienhalbstündigen Sitzung weitere wichtige Tagesordnungspunkte zu besprechen. Dabei ging es unter anderem um die Veranstaltung des Jüterboger Bürgerstammtisches am 7. März zum Thema Frauenrechte.

Eingeladen sind als Gesprächspartner Birgit Bessin (AfD) und Benjamin Hartwig als Vertreter der Jusos. Hartwig hält sich mit seiner Zusage momentan noch zurück. Als Mitglied im Jugendbeirat wollte er sich zunächst mit seinen Mitstreitern darüber austauschen. „Allgemein war man der Meinung, dass ich dort nicht hingehen sollte. Aus der Sicht des Jugendbeirats ist es ein Unding, dass immer noch keine Presse eingeladen ist. Außerdem finden die Mitglieder, dass der Stammtisch sehr AfD belastet ist“, so Hartwig.

Bei einem Treffen mit einem Mitglied des Bürgerstammtisches in dieser Woche, möchte er unter anderem über diese Schwerpunkte sprechen.

Darüber hinaus möchte sich der Jugendbeirat vergrößern. Es gibt Anfragen von Jugendlichen, die mitarbeiten wollen. Dies soll mit dem zuständigen Verwaltungsmitarbeiter, Holger Schubert, beraten werden.

Von Isabelle Richter

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