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Gelber Engel im Dauereinsatz

Leere Batterien, eingefrorener Diesel Gelber Engel im Dauereinsatz

Guido Schulze ist für viele Autofahrer derzeit die letzte Hoffnung: Er ist als gelber Engel für den ADAC unterwegs und hilft bei eingefrorenem Diesel, leeren Batterien und kaputten Steuergeräten.

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Guido Schulze brachte am Donnerstag auch ein Polizeifahrzeug in die Werkstatt nach Luckenwalde.

Quelle: Margrit Hahn

Luckenwalde. Guido Schulze ist derzeit im Dauereinsatz. Neben eingefrorenem Diesel, leeren Batterien und kaputten Steuergeräten gehören Auffahrunfälle sowie von der Fahrbahn abgekommene Autos zum Tagesgeschäft. Seit 23 Jahren ist der Luckenwalder als gelber Engel für den ADAC unterwegs. Er kämpft sich dieser Tage durch Eis und Schnee und gerät dabei manchmal selbst in Gefahr.

Einmal wurde ein Spanngurt abgefahren, ein anderes Mal lag sein Wagen auf der Motorhaube, weil ihn ein Autofahrer von der Straße gedrängt hatte. „Die meisten Autofahrer nehmen keine Rücksicht auf Rettungsfahrzeuge und Pannendienste“, weiß der Kfz-Meister aus Erfahrung. Seit Sonntag ist er ununterbrochen auf Achse.

Am Donnerstag musste er ein Polizeifahrzeug von der Autobahn in Michendorf abschleppen, weil die Elektrik versagt hatte. „Ich zähle die Einsätze nicht mehr. Ich weiß nur, dass es ohne Pause hintereinander weggeht“, sagt Guido Schulze. Am Montag war er 21 Stunden im Dienst, am Mittwoch wurde er zu sechs Unfällen gerufen.

Unfälle haben bei Schulzes Einsatzplan immer Priorität. Danach fährt er zu liegengebliebenen Fahrzeugen, von denen es in dieser Woche mehr als genug gab.

Da die Leitungen zum ADAC-Notdienst überlastet sind, rufen Polizei und Feuerwehr Guido Schulze auch direkt auf dem Handy an, und bitten ihn um Hilfe. „Ich mache es gern. Es macht mir Spaß. Eigentlich kann ich mir keinen schöneren Job vorstellen, zumal die Leute sehr dankbar sind“, berichtet Schulze. Nur momentan ist es sehr stressig, weil gleich vier seiner Kollegen dienstunfähig seien.

Zu seinen Serviceleistungen gehören Pannenhilfe, Bergung und Abschleppen, wobei Guido Schulze immer versucht, umfassende Hilfe zu leisten. Nicht umsonst zählt er laut einem internen Test zu den besten Pannenhelfern Deutschlands.

An manchen Tagen ist so viel zu tun, dass Schulze Frühstück und Mittagessen ausfallen lässt. So kam es schon mal vor, dass ihm die Polizei, während er ein Fahrzeug bergen musste, etwas zu essen brachte. Ansonsten wäre er wohl bis abends nicht dazu gekommen.

Zum Fuhrpark von Guido Schulze gehören zwei Schleppfahrzeuge, ein Bergekran und drei Pannenhilfsfahrzeuge. Das Einmaleins in diesem Beruf brachte ihm Manfred Regenberg bei. „Er war mein Lehrausbilder und hat viel dazu beigetragen, was ich heute kann und bin“, fügt der 40-Jährige hinzu. Ohne die Unterstützung seiner Familie könnte er diese Auftragsflut aber nicht bewältigen. Er selbst ist mit einem Fahrzeug auch einmal auf der Autobahn mit Getriebeschaden stehengeblieben. „Ich habe den ADAC gerufen, der mir dann geholfen hat“, berichtet er.

Von Margrit Hahn

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