Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -1 ° wolkig

Navigation:
Geldsegen für den Landkreis

Teltow-Fläming Geldsegen für den Landkreis

Der Landkreis Teltow-Fläming kann es sich leisten, großzügig gegenüber seinen Gemeinden zu sein und die Kreisumlage schon 2017 um einen Prozentpunkt zu senken. Kassiert er doch 1,5 Millionen Euro mehr an Schlüsselzuweisungen, wovon er sogar einen Teil an die Gemeinden abgibt. Allerdings stehen ihm aber auch eine Reihe von zusätzlichen Aufwendungen ins Haus.

Voriger Artikel
Personal im Rathaus ist knapp
Nächster Artikel
Seniorentreff soll saniert werden

Das Kreishaus in Luckenwalde.

Quelle: Kreisverwaltung TF

Luckenwalde. Mitten in die Haushaltsplanungen auf Kreis- und Gemeindeebenen ergossen sich Ende Januar wie der Inhalt eines Füllhorns die konkreten Festsetzungsbescheide über die Höhe der Schlüsselzuweisungen. Denn diese lagen deutlich höher als die groben Orientierungsdaten vom Herbst. Aber besser so als umgekehrt.

Der Landkreis selbst bekommt nun gut anderthalb Millionen Euro mehr an Schlüsselzuweisungen. Und weil seine Gemeinden sich ebenfalls über höhere Zuweisungen vom Land freuen können, müssten sie davon dem Kreis weitere 1 077 897 Euro an Kreisumlage abführen. Doch darauf verzichtet der Landkreis nun großzügig (die MAZ berichtete) und gibt den Kommunen noch 970 040 Euro aus seinem Mehrertrag aus den Schlüsselzuweisungen dazu, was insgesamt einer Senkung der Kreisumlage von bisher 47 auf 46 Prozent entspricht.

Eine gute halbe Million Euro für zusätzliche Ausgaben

In absoluten Zahlen unterstützen die Gemeinden den Landkreis dann immer noch mit insgesamt 94 205 300 Euro. Aber angesichts des Geldsegens aus Potsdam sei es „nur fair und billig“, so Kreiskämmerer Johannes Ferdinand im Haushalts- und Finanzausschuss, die Senkung der Kreisumlage um einen Prozentpunkt nicht erst 2018 umzusetzen. Damit dürfte sich der Lieblingskämmerer des Kreistags auch zum Bürgermeisterliebling gemacht haben. Leisten kann er sich diesen Liebesbeweis durchaus. Trotz seiner Freigiebigkeit bleiben dem Kreis noch 546 020 Euro unerwarteter Mehreinnahmen aus Schlüsselzuweisungen.

Nichtsdestotrotz stehen der Kreisverwaltung auch deutliche Mehrausgaben ins Haus. So müssen zusätzlich 5,5 Vollzeitstellen für die durch Gesetzesänderung absehbare Bearbeitung von etwa 1800 Anträgen auf Unterhaltsvorschuss auch für Kinder vom 12. bis zum 18. Lebensjahr eingerichtet werden. Diese Personalkosten werden aber vom Land ersetzt. Dagegen müssen aus eigener Tasche andere zusätzliche Stellen bezahlt werden: ein Sachbearbeiter für steuerrelevante Angelegenheiten, ein juristischer Sachbearbeiter für die zentrale Vergabestelle sowie ein Leiter für das Amt für zentrale Steuerung, Organisation und Personal.

Haushaltsüberschuss: 2,5 Millionen Euro

Hinzu kommen ein notwendiger Eigenanteil für die Breitbandförderung (500 000 Euro), die Anschubfinanzierung für den Plus-Bus (225 000 Euro), ein Zuschuss für die Wirtschaftsfördergesellschaft (100 000 Euro), die Beratung bei der Anpassung ans neue Umsatzsteuergesetz (30 000 Euro) und zusätzliche Personalkostenzuschüsse für Kita-Erzieher (540 000 Euro).

Doch das scheint alles im Plan zu liegen. So weist der aktuelle Ergebnishaushalt 266 922 000 Euro an Erträgen und nur 264 393 000 Euro an Aufwendungen auf. Das bedeutet einen Überschuss von gut 2,5 Millionen gegenüber dem Haushaltsplanentwurf in Höhe von „nur“ 2,1 Millionen Euro.

Von Hartmut F. Reck

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Teltow-Fläming
955520b0-12fc-11e8-9039-e4d533068ab6
Willkommen, liebe Babys, in Teltow-Fläming!

Die MAZ begrüßt die Neugeborenen im Landkreis Teltow-Fläming! Die Babys, die vor allem in den Krankenhäusern in Luckenwalde und Ludwigsfelde zur Welt gekommen sind, lächeln uns in dieser Bildergalerie an.

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg