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Gelöste Stimmung beim ersten Joker-Treff

Abend mit Flüchtlingen in Rangsdorf Gelöste Stimmung beim ersten Joker-Treff

Einen Abend, bei dem sich Flüchtlinge und Rangsdorfer kennenlernen konnten, hat der Verein Grenzenlos Rangsdorf organisiert. Er fand am Mittwoch im Jugendclub Joker statt. Die Stimmung war gelöst.

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Es wurde gemeinsam gespielt und gelacht.

Quelle: Andrea von Fournier

Rangsdorf. Bekleidung verteilen, Fahrräder reparieren, Deutschkenntnisse vermitteln, zum Arzt oder zu Behörden begleiten – das alles organisieren Rangsdorfer bereits ehrenamtlich für die 48 Flüchtlinge in der Gemeinde. Doch der „Joker-Treff“, der Mittwochabend stattfand, ist neu.

Das Kennenlernen und sich Kümmern um die Gäste läuft immer besser, befinden Mitglieder des Vereins „Grenzenlos Rangsdorf“, die sich der Integration der Flüchtlinge annehmen und deren Zahl auf über 100 gestiegen ist. Außerdem bekommen sie Unterstützung von vielen, nicht im Verein organisierten Bürgern, die Bekleidung, Hygieneartikel oder Spielzeug im „Camp“ an der Kurparkallee vorbeibringen. „Andere Leute würden die Flüchtlinge gern kennenlernen, hören, woran es fehlt, trauen sich aber nicht ins Heim“, sagt Kimberley Nelson. Sie ist selbst aus Kanada nach Rangsdorf gezogen und hat so viel Einfühlungsvermögen in die Situation eines Ausländers in einem fremden Land.

Deshalb kam ihr die Idee, einen Treffpunkt für Rangsdorfer und Flüchtlinge zu schaffen, an dem man ungezwungen miteinander ins Gespräch kommen kann. Da Räumlichkeiten in der Größe und mit „Gemütlichkeitsfaktor“ Mangelware sind, kam man im Verein auf den Jugendclub „Joker“ als Ort für die Treffen. Dessen Leiterin Constanze Mücke fand das Ansinnen gut: „Einige Jugendliche aus dem Camp haben bereits Tagesangebote bei uns genutzt, schön, wenn jetzt verschiedene Altersgruppen hier zusammenkommen“, so die junge Frau.

Während am Mittwoch fleißige Helfer Tee und Kaffee kochten, machten Neuigkeiten die Runde, etwa, dass sich die jungen Leute im Camp sehr über die Einladung zum „Joker-Treff“ gefreut hätten. Aber auch die Eltern waren willkommen. „Es ist gut und wichtig, dass die Neuankömmlinge auch außerhalb ihrer vier Wände Termine und Aktivitäten haben“, sagte Ute Ebner Kräuter, eine der Deutschlehrerinnen.

Es dauerte nur wenige Minuten, dann füllten sich die Tische, Tee wurde ausgeschenkt und auf allen Couches und Sitzgelegenheiten wurde erzählt, gestikuliert und gelacht. Kicker-Tisch, Billard und Tischtennisplatte waren von Rangsdorfern und Gästen aller Altersgruppen belagert. Khadijeh (12) und ihr Bruder Sarif (25) aus Afghanistan hielten es beim Kicker nicht lange als Zuschauer aus, es gefiel ihnen gut hier. Eine gelöste, friedliche Stimmung herrschte, nächste Aktionen wurden besprochen. Am 23. Februar werden Waffeln gebacken, im März ist mit dem Förster eine Naturführung geplant. „What a wonderful party!“, rief ein junges Mädchen mit Kopftuch beim „Mensch-Ärgere-Dich-Nicht“.

Info: Welche Aktionen geplant und wo Hilfe gebraucht wird, steht unter www.grenzenlos-rangsdorf.de

Von Andrea von Fournier

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