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Gelungener Brückenschlag

Weihnachtsfeier mit Flüchtlingen in Blankenfelde Gelungener Brückenschlag

Ein wenig nervös zeigte sich Pfarrer Steffen Wegener am Sonnabend bei der Begrüßung der Gäste, die zum evangelischen Gemeindezentrum in Blankenfelde gekommen waren. Gemeinsam hatten alle Glaubensgemeinschaften zu der Weihnachtsfeier für Flüchtlinge und Ur-Blankenfelder geladen. Und das Experiment gelang – trotz vereinzelter „Buh“-Rufe.

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Bei Kennenlern-Spielen kamen sich die Gäste näher.

Quelle: A. von Fournier

Blankenfelde. „Herzlich willkommen! Es ist das erste Mal, dass wir das machen und wir sind ein wenig nervös“, begrüßte Pfarrer Steffen Wegener am Sonnabend die überwältigende Menschenschar auf dem Gelände des Evangelischen Gemeindezentrums in Blankenfelde. Der Runde Tisch, an dem evangelische und katholische Kirchen und alle Glaubensgemeinschaften der Großgemeinde zusammenarbeiten, hatte die Bewohner der beiden Flüchtlingsunterkünfte zu einer gemeinsamen Weihnachtsfeier eingeladen.

Ob und wie viele der etwa 300 Flüchtlinge kommen würden, war völlig ungewiss, ebenso die Resonanz bei den Blankenfeldern. Die waren zuvor um Veranstaltungshilfe und Kuchenspenden gebeten worden. Und das klappte hervorragend: „Wir haben tonnenweise Kuchen“, meinte Steffen Wegener erleichtert. Dann strömten auch die Flüchtlinge herbei, Familien mit Kinderwagen und junge Männer. Alle Gäste stellten sich geduldig an und wurden mit ihrem Vornamensschild versehen.

Das wichtigste Anliegen einer solchen Weihnachtsfeier sei, sich kennenzulernen, Vorurteile abzubauen und den neuen Mitbewohnern „einen wesentlichen Teil unserer Kultur zu vermitteln: einander Freude zu machen und miteinander Freude zu erleben“, fasste Mahlows Ortsvorsteherin Regina Bomke (CDU) den Geist des Treffens zusammen. Steffen Wegeners Begrüßungsworte bauten erste Brücken. Er fragte in die Menge, wo die Gäste aus Deutschland, Syrien, Iran, Pakistan, Afghanistan, Tschetschenien und Bangladesch seien und die jeweiligen Gruppen zeigten sich mit Jubel. Zu vernehmen waren aber auch vereinzelte „Buh“-Rufe bei der Nennung anderer Ethnien.

„Wir sind Christen und wollen mit euch den heiligen Tag der Christen feiern“ so Pfarrer Wegener, der Anne Lauschus, Thomas Reichert, Karsten Weyer und Marco Neumann als Gemeindepfarrer vorstellte. Seine Begrüßung wurde auf Farsi (persisch), Arabisch und Russisch übersetzt. Die Sonne ging gerade unter, als das Diedersdorfer „Chörchen“ sang und die Besucher einen großen Kennenlern-Kreis bildeten. Dann wurde zu Kaffee und Kuchen geladen. „Wunderbar, dass wir so viel Unterstützung bekommen“, sagte Steffen Wegener. Die Ortswehr überwachte die Feuerschalen, Polizei und Rettungskräfte waren vor Ort und die Gemeinde hatte Festzelte zur Verfügung gestellt. Aber auch der private Einsatz war unübersehbar. Wolfgang Weber etwa brachte Malstifte und Badartikel mit, Regina Wach eine Tüte Kinderpullover. „Die wurden sofort übergezogen, manche der Kleinen waren viel zu dünn bekleidet“, freute sich Helga Bock, auch wenn nicht alles nach Plan lief.

Von Andrea von Fournier

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