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Teltow-Fläming Gemäldekopie-Kopie für den Abtshof
Lokales Teltow-Fläming Gemäldekopie-Kopie für den Abtshof
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06:05 07.12.2016
Einrichtungsleiter Andreas Bellmann (m.) spricht mit Bewohnern über die Geschichte des Bildes, das nun im Jüterboger Abtshof hängt.: Quelle: Uwe Klemens
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Jüterbog

Der Jüterboger Abtshof war schon immer ein Ort mit Schätzen aus der Vergangenheit. Seit dem Auszug des Stadtmuseums ist das Haus Teil des Johanniter-Seniorenzentrums und dient als Konzert- und Veranstaltungsraum, aber auch als Bildergalerie. Mit dem Gemälde „Der Mann mit der Maske“ in der Handschrift des niederländischen Malers Antoon van Dyck (aber eine Kopie) hat diese nun Zuwachs bekommen. Mehr noch als das Kunstwerk an sich, sorgt die bewegte Geschichte des Bildes für Gesprächsstoff. Für Reinhard Moeller-Althaus, dem Spender des Gemäldes, ist darin die Geschichte seiner Familie enthalten. Denn der Maler Gustav Moeller ist sein Großvater.

Gemälde-Kopie als Leidenschaft der Großeltern

„Er war eigentlich Berufssoldat, aber mit einer großen Liebe zur Malerei“ erzählt der inzwischen 80-jährige Enkel. „Als Gustav als junger Kadett nach Potsdam kam, besuchte er sehr häufig die Bildergalerie des Schlosses Sanssouci, wo er eine Frau entdeckte, die dort saß und Bilder kopierte“, weiß Reinhard Moeller-Althaus. Diese Frau war nicht nur Malerin, sondern wurde später Gustavs Ehefrau und somit Moeller-Althaus’ Großmutter.

Auch die Gemälde hatten es dem jungen Mann angetan, der selbst damit begann, Bilder berühmter Meister zu kopieren. Van Dycks Maskenmann war eines der besonders gelungenen Stücke, dass einen Ehrenplatz in der langsam wachsenden, privaten Kunstsammlung des Maler-Ehepaares bekam und auch nach dem Tod seines Schöpfers, der im Ersten Weltkrieg fiel, überall dorthin mitzog, wohin es die Familie verschlug. Als das Haus der Familie nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges Wohnhaus eines Sowjetoffiziers wurde, stahl es Moeller-Althaus’ Oma. Als sie Anfang der 1950er Jahre Rentnerin wurde und nach Westberlin zog, schmuggelte sie das Kunstwerk über die Grenze.

Gemäldegalerie in Sanssouci lehnte Kopie ab

Auch das Schicksals des Bildes, das Gustav Moeller als Vorlage diente, ist bewegt. Als Beutekunst gelangte es nach dem Krieg nach Moskau, wo es noch heute hängt. Als Reinhard Moeller-Althaus davon erfuhr und anbot, wenigstens die meisterhafte Kopie aus der Hand seines Großvaters in der Gemäldegalerie zu zeigen, stieß er auf Ablehnung. Denn Nachforschungen hatten mittlerweile ergeben, dass das Bild, das der Kopist und mit ihm viele seiner Zeitgenossen für einen echten Van-Dyck hielten, bereits eine Kopie war. „Anscheinend hatten die Einkäufer von Friedrich dem Großen, der ein großer Kunstliebhaber war, ihren Dienstherrn betrogen“, vermutet Moeller-Althaus. Unabhängig davon, hat es für ihn einen großen Wert.

Aus Flamen an die Themse

Sir Anthonis van Dyck, flämisch Antoon van Dyck wurde am 22. März 1599 in Antwerpen geboren und starb am 9. Dezember 1641 in London.

Bereits als Kind wurde er Schüler des Malers Hendrick van Balen und galt im Alter von 19 Jahren als anerkannter Maler und Grafiker des flämischen Barocks.

1632 übersiedelte er nach London, wo er als Hofmaler und Porträtist für Karl I. arbeitete. Im selben Jahr erhob ihn der König in den Adelsstand.

Da sich der Berliner aus Altersgründen räumlich verkleinern musste, kam er als Johanniter-Ritter auf die Idee, das Bild dem Seniorenzentrum zu schenken. „Das“, sagte Moeller-Althaus bei der Übergabe, „ist ein würdiger Platz.“

Von Uwe Klemens

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