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Teltow-Fläming Gemeinde Am Mellensee geht leer aus
Lokales Teltow-Fläming Gemeinde Am Mellensee geht leer aus
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04:18 09.04.2016
Bürgermeister Frank Broshog Quelle: Pechhold
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Am Mellensee

Einen derben Dämpfer hat die touristische Entwicklung in der Gemeinde Am Mellensee erhalten. Mit drei Vorhaben bewarb sich die Kommune im Rahmen des Stadt-Umland-Wettbewerbes (SUW) um Fördergeld. „Leider bekommen wir keine Förderung“, sagt Bürgermeister Frank Broshog (parteilos).

Federführend bei der Antragstellung war Zossen. Die Stadt reichte Projekte aus Baruth, Am Mellensee und Zossen gebündelt bei der SUW-Jury ein. „Bei unserem ersten Projekt geht es um Elektromobilität“, so Broshog. Angedacht war, dass man sich in Zossen Elektroräder ausleiht und nach Mellensee fährt. Dort sollte das Rad an einer Ladestation Strom tanken, während der Fahrer Pause macht und sich den Ort anschaut. Anschließend sollte es weiter nach Trebbin zur Abgabestation gehen. „Das wäre der absolute Knaller für unsere Region gewesen“, so Broshog.

Aus eigener Kraft sind die abgelehnten Vorhaben nicht zu stemmen

Das zweite Projekt sah die rund 300 000 Euro teure Erneuerung des von der Klausdorfer Dorfaue zum Mellenseer Draisinenbahn-Park führenden Gehweges vor. „Den Weg kann man älteren Tagesgästen und Urlaubern nicht mehr zumuten“, sagt der Klausdorfer Orstvorsteher Bernd Kosensky (UWG).

Drittens hatte die Gemeinde auf rund 12®0 000 Euro für die Schaffung eines Rastplatzes für Wasserwanderer mit vernünftiger Steganlage und neuen Toiletten auf der am Mellensee gelegenen Festwiese in Klausdorf gehofft.

„Leider konnten wir die Entscheider nicht davon überzeugen, unsere Projekte zu fördern“, sagt Bürgermeister Broshog. Davon gehe die Welt nicht unter. Schließlich gebe es keine Garantie dafür, dass man bei Wettbewerben wie dem SUW gewinne. Allerdings müssten Verwaltung und Gemeinderat nun darüber nachdenken, wie man die abgelehnten Projekte stemmen könne. „Aus eigener Kraft schaffen wir das nicht“, so Broshog.

Klausdorfer Ortsvorsteher gibt die Hoffnung auf Fördermittel nicht auf

„Trotzdem geben wir die Hoffnung nicht auf, vielleicht aus einem anderen Topf gefördert zu werden“, so Ortsvorsteher Kosensky. Aber wenn kein Geld komme, sehe auch er für den Wasserwanderer-Rastplatz und den Bau neuer Gehwege schwarz. Deshalb will Kosensky weiter bei den Anwohnern der rund 1,5 Kilometer langen, maroden Gehwegstrecke dafür werben, dass sie den Bau neuer Fußwege vor ihrer Haustür aus der eigenen Tasche bezahlen. Die Möglichkeit dazu bietet die seit zwei Jahren existierende „Richtlinie für den privat finanzierten Gehwegbau“. Sie erlaubt Bürgern in Abstimmung mit Bauamt und Ortsbeirat die Fußwege zu erneuern. „Das wird für die Bürger deutlich billiger, als wenn die Gemeinde Gehwege bauen lässt.“

Von Frank Pechhold

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