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Gemeinde bekommt neue Beleuchtung

Rangsdorf Gemeinde bekommt neue Beleuchtung

Lebensgefährlich – so lautete das Gutachten zu einem Großteil der Rangsdorfer Straßenbeleuchtung. Ein Teil der Laternen, der schon mehr als 20 Jahre auf dem Buckel hat, soll nun erneuert werden. Drei Viertel der Kosten müssen die Anwohner tragen. Sie bekommen dafür moderne LED-Leuchten.

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In der Winterfeldallee sind die Laternen wieder in Betrieb.

Quelle: Foto: Zielke

Rangsdorf. Teile der Rangsdorfer Straßenbeleuchtung lassen sich nicht mehr reparieren. Sie müssen erneuert werden. Der Bauausschuss empfahl am Dienstag einstimmig den Neubau.

Neue Kabel in drei Abschnitten

In drei Abschnitten will die Gemeinde noch in diesem Jahr neue Kabel und Laternen installieren: in der Heinestraße zwischen Groß Machnower Straße und Heinegasse, im Akazienweg zwischen Tannenforst und Machnower Seestraße sowie in der Hochwaldpromenade zwischen Kienitzer Straße und Eichendorffweg. Neben den Laternen muss auch die Einspeisung erneuert werden. Wegen zu großer Abstände zu den Laternen haben Sicherungen im Falle eines Kurzschlusses oft nicht funktioniert, hat die Überprüfung der vergangenen Wochen ergeben. „In der Vergangenheit hat man offenbar wahllos Lampen angeklemmt“, sagte Bürgermeister Klaus Rocher (FDP). Auf 105 000 Euro werden die Gesamtkosten geschätzt, von denen 75 Prozent auf die Anlieger entfallen. Der Bürgermeister hält das für gerechtfertigt, da in den Bereichen bislang keine Anwohnerbeiträge erhoben worden sind.

Laternen stammen aus DDR-Zeiten

Die Laternen stammen zum Teil aus DDR-Zeiten und aus den 1990er Jahren. Ihre Betriebszeit ist längst erreicht oder sogar überschritten. Die damals verwendeten Hochdruck-Quecksilberdampf-Lampen (HQL) entsprechen nicht mehr dem Stand der Technik und sind auch nicht mehr verfügbar. Die neuen Lampen in den drei Bereichen werden mit energiesparenden Leuchtdioden (LED) ausgestattet sein.

LED-Technik soll Standard werden

Diese Technik soll eines Tages im ganzen Ort Standard sein, fand die Mehrheit der Bauausschussmitglieder. Dafür will der Bürgermeister im kommenden Jahr ein Konzept zur Umrüstung vorlegen, um auch Straßenabschnitte, etwa an der Kurparkallee oder am Mühlenweg zu beleuchten, die bisher im Dunkeln waren. Die Umrüstung bestehender Laternen mit LED-Köpfen gilt als Instandsetzung und kann nicht auf die Anlieger umgelegt werden. Wie hoch die Kosten dafür sind, war am Dienstag noch unklar.

Niedervolttechnik wäre teuer

Unklar ist auch, ob sich alle Laternen in Rangsdorf auf LED-Technik umrüsten lassen. Sind beispielsweise die Abstände dazwischen zu groß, könnte das Licht nicht ausreichen. „Wir sollten nach dem Stand der Technik bauen, sonst ärgern sich die Bürger“, sagte Bauamtsleiterin Simone Götsche. Ideen aus dem Ausschuss, etwa Nebenstraßen mit Bewegungsmeldern auszustatten, will der Bürgermeister im kommenden Jahr mit den Bürgern diskutieren. Eine flächendeckende Umrüstung aller Leuchten auf Niedervolttechnik, wie Matthias Gerloff (Grüne) vorschlug, hält Elektromeister Marco Kramer, der als Zuhörer im Bauausschuss saß, für problematisch, da dafür Kabel mit größerem Querschnitt verlegt werden müssen.

Auftrag für Reparatur in Klein Kienitz erteilt

Immerhin hat die Dunkelheit in Klein Kienitz bald ein Ende. Am Montag hat der Bürgermeister den Auftrag zur Reparatur der dortigen Beleuchtung erteilt. Teile der dortigen Laternen bekommen LED-Technik. Im Herbst, so hofft Rocher, soll es auch im Rest der Gemeinde wieder hell sein.

Von Christian Zielke

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