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Gemeinde bemüht sich um das Denkmal

Einsiedel-Gedächtnissäule wird saniert Gemeinde bemüht sich um das Denkmal

Wind und Wetter haben an der Einsiedel-Gedächtnissäule in Meinsdorf ihre Spuren hinterlassen. Das Denkmal soll nun restauriert und die Außenanlage neu gestaltet werden. Die Säule repräsentiert den Mittelpunkt des Ländchens Bärwalde, das Gottfried Emanuel von Einsiedel 1734 erworben hatte.

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Die Einsiedelsäule in Meinsdorf.

Quelle: Martina Burghardt

Meinsdorf. Mitten im Ländchen Bärwalde steht die Einsiedel-Gedächtnissäule. Der Obelisk aus Sandstein kennzeichnet den Mittelpunkt der sieben Orte Wiepersdorf, Herbersdorf, Meinsdorf, Rinow, Bärwalde, Weißen und Kossin, die schon im Mittelalter eine zusammenhängende Herrschaft bildeten. Mit rund 10 000 Euro will die Gemeinde nun die Säule restaurieren und das Gelände gestalten lassen und bemüht sich deshalb um Fördermittel für die ländliche Entwicklung. Die Gemeindevertretung stimmte in ihrer jüngsten Sitzung zu.

An der Säule haben sich Algen und Moos festgesetzt, außerdem löst sich die Verfugung der Sandsteinelemente auf. „Die derzeitige Ansicht wird schon seit längerer Zeit durch den Ortsvorsteher und Dorfbewohner beklagt“, heißt es in der Begründung für diese Maßnahme. Nicht nur die Schäden sollen beseitigt werden. Um die Bedeutung des Denkmals hervorzuheben, wird auch die Außenanlage umgestaltet. Rasen wird gesät und Pflanzen sollen gesetzt erden. Der Weg zur Säule wird mit Naturstein gepflastert, außerdem sollen eine Parkbank und eine Informationstafel aufgestellt werden.

Für die Sanierung der Einsiedelsäule sind 5400 Euro veranschlagt, für die Neugestaltung der Außenanlage 4400 Euro. Die geänderte Richtlinie des Ministeriums für ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft macht es möglich, bauliche Anlagen, die unter Denkmalschutz stehen, zu sanieren. „Die Einsiedelsäule entspricht den Anforderungen dieser Richtlinie“, hieß es in der Gemeindevertretersitzung. Die Lokale Aktionsgruppe „Rund um die Fläming-Skate“ prüft das Vorhaben. Fällt die Bewertung positiv aus, können Fördermittel beantragt werden.

Die Gemeinde Niederer Fläming hatte die Säule vor einigen Jahren gekauft. Bis dahin stand sie in einem umzäunten Garten. Das Stück Land am Kossiner Weg wirkt derzeit zwar gepflegt, aber wenig repräsentativ.

Wappen und Inschrift  sind stark verwittert

Wappen und Inschrift sind stark verwittert.

Quelle: Martina Burghardt

Bereits im April hatte die Denkmalbehörde des Landkreises auf die Bedeutung des Obelisken aufmerksam gemacht. Es handele sich um ein Geschichtsmonument, wie es in Brandenburg nur noch selten vorkommt, hieß es. Die Bezeichnung geht auf den damaligen Besitzer zurück. Gottfried Emanuel von Einsiedel erwarb das Ländchen Bärwalde und vereinte die auf verschiedene Gerichtsherrschaften aufgeteilten Dörfer.

In Stein gemeißelt ist das Datum: „Anno 1734 den 17. Juni hat der hochwohlgeborene Herr Gottfried Emanuel von Einsiedel Sr. Königl. Majestät in Preußen unter des Königs Regiment Grenadier bestallter Major dieses Ländchen erblich an sich gekaufet. Seine Frau ist Margaretha Tugendreich, geborene von Reichow.“ Aufgezählt werden außerdem die Kinder der Einsiedels. Der königlich preußische Generalleutnant starb 1745 in Potsdam.

Obelisken in der Region

Seit 1817 erinnern Obelisken am Denkmalsberg von Niedergörsdorf und auf dem Kirchhof in Großbeeren an den Befreiungkrieg gegen Napoleon.

In Horstwalde steht eine gemauerte Säule als Erinnerung an die Gefallenen der beiden Weltkriege aus Neuhof.

Die Säule dokumentiert jedoch nicht nur Familiengeschichte, sondern auch „die während des 18. Jahrhunderts verstärkt einsetzenden Bemühungen um eine exakte Landerfassung“, wie die Denkmalbehörde erklärt. Dies diente als Grundlage für kartographische Darstellungen und Erschließungsmaßnahmen.

Die Einsiedel-Gedächtnissäule wurde übrigens schon einmal restauriert. Im Jahr 1891 ordnete der Maler Achim von Arnim eine Instandsetzung an.

Von Martina Burghardt

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