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Teltow-Fläming Gemeinde erlaubt anonyme Bestattungen
Lokales Teltow-Fläming Gemeinde erlaubt anonyme Bestattungen
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05:25 24.11.2016
Ortsvorsteher Roland Mihatsch am Findling im Zentrum der halbanonymen Grabanlage auf dem Hohengörsdorfer Friedhof. Quelle: Peter Degener
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Jüterbog

Mit insgesamt drei neuen Grabanlagen auf den Friedhöfen von Hohengörsdorf und Hohenseefeld erfüllt die Gemeinde Niederer Fläming einen vielfach geäußerten Wunsch ihrer älter werdenden Bevölkerung. Mit Veröffentlichung einer neuen Friedhofssatzung werden voraussichtlich ab kommender Woche sogenannte anonyme und halbanonyme Bestattungen möglich gemacht. „Die Friedhofssatzung soll Ende November im Amtsblatt veröffentlicht werden und tritt sofort in kraft“, sagte Janine Klose aus der Gemeindeverwaltung.

Neue Bestattungsformen in Hohenseefeld und Hohengörsdorf

Die Grabanlagen sind nicht nur für die Bewohner der zwei Ortsteile, sondern für alle Bürger von Niederer Fläming gedacht. In Hohenseefeld werden beide Formen möglich sein, in Hohengörsdorf nur halbanonyme Bestattungen. Gemeinsam ist beiden Bestattungsformen, dass für Blumen oder Gestecke nur noch ein zentraler Gedenkpunkt auf dem Friedhof zugelassen ist. Wie der Name sagt, sind die Gräber der anonymen Anlage namenlos und nicht näher markiert. Bei den zwei halbanonymen Anlagen werden künftig schlichte, quadratische Grabplatten ebenerdig verlegt. Diese tragen einheitlich Namen sowie Geburts- und Sterbedatum des Verstorbenen. Im Unterschied zu einem regulären Urnengrab ist an der Grabplatte aber kein Grabschmuck erlaubt.

„Es gibt großes Interesse an diesen Bestattungsmöglichkeiten und die Gemeinde war sofort einverstanden“ sagt Roland Mihatsch, Hohengörsdorfs Ortsvorsteher. „Wo sind denn die Jungen auf den Dörfern, die die üblichen Gräber pflegen könnten“, fragt er und begründet den Wunsch der Einwohner nach der neuen Form so: Wo kein Schmuck erlaubt seit und nur eine schlichte Platte liege, könne ein Grab nicht vernachlässigt werden, biete aber trotzdem einen Bezugspunkt.

Gartenbauer gestaltet Friedhofslandschaften

Derzeit werden durch einen Dahmer Garten- und Landschaftsbauer auf beiden Friedhöfen die neuen Anlagen gestaltet. Rund 5200 Euro kosten die neuen Gedenkorte. In Hohenseefeld werden die Anlagen durch eine Rot- und eine Weißbuche, sowie einen Findling und einen Feldsteinkreis markiert sowie durch eine Hecke voneinander getrennt. Die Gestaltung geht laut Ortsvorsteherin Sandra Klimaschewski auf fernöstliche Feng-Shui-Prinzipien zurück.

In Hohengörsdorf steht ein Findling im Zentrum, der von einem kleinen Stein gestützt wird. „Was bleibt ist die Erinnerung“, steht auf einer Tafel geschrieben. „Wir haben uns für diese Form entschieden, weil man sich in der Trauer doch auf etwas stützen will. Und durch den Spalt zwischen beiden Steinen fällt vielleicht ein Lichtblick“, formuliert Mihatsch. An dieser Stelle sollen Blumen und anderer Grabschmuck künftig einen würdigen Ort finden.

Von Peter Degener

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