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Gemeinde saniert Häuser am Kirchplatz

Zossen Gemeinde saniert Häuser am Kirchplatz

Die Kirchengemeinde saniert derzeit die Häuser des Kirchenkomplexes Kirchplatz 3-6 in Zossen. Unter anderem wird der Gemeindesaal renoviert, das Pfarrbüro und die Superintendentur ziehen innerhalb des Gebäudeensembles um.

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Leen Fritz (r.) auf der Baustelle der künftigen Küche des Gemeindesaals

Quelle: Andrea von Fournier

Zossen. „Haben die denn nicht gerade gebaut?“, könnte man fragen, wenn von der evangelischen Gemeinde in Zossen die Rede ist. Stimmt: Die ungeplante, aber dringende Sanierung der mit Holzschutzmittel verseuchten Dreifaltigkeitskirche ist abgeschlossen und hat viel Geld verschlungen. Finanzmittel, die nur durch einen Mix aus Eigen- und Fördermitteln sowie Spenden aufzubringen waren.

Doch damit sind die Bauarbeiten in den Immobilien der evangelischen Kirchengemeinde nicht beendet. Sie ist auch Eigentümerin des um die Kirche arrangierten, teilweise unter Denkmalschutz stehenden, Areals Kirchplatz drei bis sechs. In diesen Häusern befinden sich Pfarrwohnungen, ein Saal, Gemeinde-, Pfarr- und Kantorenbüros sowie Räumlichkeiten der Superintendentur, der Verwaltung des Kirchenkreises Zossen-Fläming.

Johannes Fromke und Leen Fritz an den Inschriften in den zukünftigen Sanitärbereichen

Johannes Fromke und Leen Fritz an den Inschriften in den zukünftigen Sanitärbereichen

Quelle: Andrea von Fournier

Seit Herbst 2016 läuft der erste von zwei Bauabschnitten des Umbaus und der Sanierung von wichtigen dieser Räumlichkeiten. Neue Funktionen und Raumaufteilungen, der Einbau von Küchen und behindertengerechten WCs und die Anlage oder die Neuinstallation moderner Medien stehen dabei im Vordergrund. Unternehmen aus der Region haben den Zuschlag für die einzelnen Lose bekommen, erklärt Johannes Fromke, der für Gemeinde und Kirchenkreis das Bauvorhaben begleitet.

Superintendentur zieht in Küsterwohnung

Nach anfänglichen Startproblemen ging es zügig voran. Trockenbau- und Bodenverlegearbeiten, Heizungs-, Sanitär- sowie Installation aller Medien laufen und sind teilweise abgeschlossen. „Vor allem die Internetverbindung musste erneuert werden“, unterstreicht Superintendentin Katharina Furian. Sie hat für ihre Arbeit im Kirchenkreis zurzeit ein kleines Büro mit Vorzimmer. WC, Küche und Sitzungsraum werden bei der Kirchengemeinde mitbenutzt. Das ist viel zu eng, deswegen wird es geändert. Demnächst wird die Superintendentur in einen abgeschlossenen Bereich im Nebenhaus Kirchplatz 4 – der ursprünglichen Küsterwohnung – ziehen. Die Räumlichkeiten dort sind größer, moderner und mit Toilette und Küche ausgestattet. Bis zum Juli soll der Bauabschnitt abgeschlossen sein. In Katharina Furians Büro stehen die ersten Kisten für den Umzug bereit. Danach kann Angelika Wernecke, die das Gemeindebüro zurzeit mit dem Büro der neuen Pfarrerin Leen Fritz in Haus Nummer 3 teilt, in die jetzige Superintendentur ziehen.

Gemeindesaal wird umgebaut

Zum ersten Bauabschnitt gehört auch der Beginn des Umbaus des Gemeindesaals. Im jetzigen Flur ist bereits neuer Boden verlegt, dort wird eine Küche mit Tresen eingebaut. Die sanitären Anlagen sind in der Fertigstellungsphase. Zuvor wurden alte Wandinschriften freigelegt, die teilweise restauriert und versiegelt auf charmante Weise in die Räume integriert sind. Der Vers aus dem Epheserbrief, Kapitel 4, Vers 3, besagt: „Seid fleißig, zu halten die Einigkeit im Geist durch das Band des Friedens“. Nach Fertigstellung des Hauses war an dieser Stelle ein kleiner Gemeindesaal, der den umlaufenden Spruch zeigte und seit Jahrzehnten „verschüttet“ war.

Neue Fenster, neue Falttür

Der zweite Bauabschnitt ab Sommer wird den Gemeindesaal betreffen. Zugemauerte Fenster zum Garten werden wieder geöffnet, eine Falttür wird die Schaffung zweier separater Bereiche ermöglichen. Heizung, Stauräume, Beleuchtung und Fußboden werden erneuert. „Letzteres wurde zur Amtszeit meines Vaters 1971 eingebaut, das Linoleum und die Lampen von der „West“-Patengemeinde aus Lörrach“, erinnert sich Katharina Furian lachend. Die Akustik im Saal ist ein Problem: Der Überakustik könnte durch eine nach oben offene, Steinwolle gefüllte Wabendecke begegnet werden. „Das wäre optimal“, so Johannes Fromke. Doch dafür fehlt momentan das Geld. Man müsse abwarten, welche Überraschungen im Bauverlauf noch auftreten könnten.

Von Andrea von Fournier

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