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Gemeinde wechselt den Wahlkreis

Großbeeren Gemeinde wechselt den Wahlkreis

Die Gemeinde Großbeeren wechselt den Bundestagswahlkreis. Dies geschieht nicht etwa aufgrund eigenen Verlangens, sondern weil alle Wahlkreise annähernd die gleiche Bevölkerungszahl haben sollen. So wurde Großbeeren vom Wahlkreis 61 (mit Potsdam und Ludwigsfelde) zum Wahlkreis 62 (Dahme-Spreewald und Großteil von Teltow-Fläming) zugeordnet.

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Großbeeren liegt künftig im Wahlkreis 62.

Quelle: Krischan Orth

Großbeeren. Bis zu den Wahlen zum 19. Deutschen Bundestag ist es zwar noch etwas hin, aber die Kandidaten der einzelnen Parteien bringen sich schon in Stellung. Um aber zu wissen, wo genau sie sich bei ihren potenziellen Wählern beliebt machen müssen, sind sie natürlich die ersten, die peinlich genau darauf achten, wie denn nun die Wahlkreisgrenzen verlaufen.

Änderung des Bundeswahlgesetzes

Denn die haben sich seit der letzten Bundestagswahl 2013 leicht verschoben. Zu dieser „Verschiebemasse“ gehört zum Beispiel die Logistikhochburg Großbeeren an der Nordspitze des Landkreises Teltow-Fläming. Gehörte die ständig an Einwohnern wachsende Gemeinde bisher noch zum Wahlkreis 61, wurde sie im Mai durch die Änderung des Bundeswahlgesetzes und somit durch die Neubeschreibung der Wahlkreise für die nächste Wahl 2017 dem Wahlkreis 62 zugeschlagen.

Somit ist die Stadt Ludwigsfelde die einzige noch im Wahlkreis 61 verbleibende Kommune des Landkreises Teltow-Fläming. Jüterbog und Niedergörsdorf verbleiben im Wahlkreis 60. Der größte Teil Teltow-Flämings ist nun einschließlich Großbeerens dem Wahlkreis 62 zugeordnet, gemeinsam mit dem kompletten Landkreis Dahme-Spreewald und der Stadt Lübbenau (Landkreis Oberspreewald-Lausitz).

Das Bevölkerungswachstum ist Schuld

Der Grund für diese Verschiebung liegt in der Demographie und der möglichst gleichen Bevölkerungszahl der einzelnen Bundestagswahlkreise.

Insgesamt gibt es 299 davon. Auf Brandenburg entfallen nach wie vor zehn. Nur sind einige der bisherigen Bundestagswahlkreise nach den neuesten Bevölkerungszahlen deutlich vom Durchschnittswert abgewichen. Diese Abweichungen sollten nach den Kriterien nicht mehr als 15 Prozent vom Bundesdurchschnitt abweichen. Sollte die Abweichung sogar größer als 25 Prozent betragen, muss zwingend eine Neueinteilung der Wahlkreise erfolgen.

Gemunkel über parteipolitische Mehrheiten

In Großbeeren sieht man die neue Zuordnung eher gelassen. „Ich stehe dem absolut neutral gegenüber“, sagt der parteilose Bürgermeister Carl Ahlgrimm. Nachdenklich mache es ihn allerdings, was da so an möglichen Begründungen für diesen Wahlkreiswechsel gemunkelt werde. Etwa, dass durch die Verschiebung der mehrheitlich konservativen Wählerschaft Großbeerens in den Wahlkreis 62 die Mehrheit für die SPD im Wahlkreis 61 gesichert, oder besser gesagt: wieder erlangt werden soll.

Von Hartmut F. Reck

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