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Gemeindehaus in Frankenfelde wird barrierefrei

Teurer Umbau Gemeindehaus in Frankenfelde wird barrierefrei

Das Gemeindehaus in Frankenfelde wird rege genutzt, ist aber für gehbehinderte und ältere Besucher schwer zugänglich. Nun soll das Gebäude für 250 000 Euro barrierefrei umgebaut werden. Das Vorhaben war zunächst umstritten.

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Das Gemeindehaus in Frankenfelde wurde um 1900 erbaut und ist für gehbehinderte und ältere Besucher schwer zugänglich.

Quelle: Elinor Wenke

Frankenfelde. Die Frankenfelder können darauf hoffen, ab 2017 per Lift die Etagen ihres Gemeindehauses zu erreichen. Das Gebäude soll im Auftrag der Stadt für Gesamtkosten von 250 000 Euro saniert und barrierefrei umgebaut werden. Nach einem Vor-Ort-Termin und intensiver Debatte stimmte der Stadtentwicklungsausschuss dem Vorhaben zu.

Laut Ortsvorsteherin Susanne Schöpke beherbergt das Gemeindehaus ein reges Vereinsleben und hat Besucher vom Jugendlichen bis zum Senior. Doch schon lange sind die marode Außentreppe, die unterschiedlichen Fußbodenhöhen und die anstrengende Treppe ins Obergeschoss zu einem Hemmnis für Gehbehinderte und Senioren geworden. Zudem gibt es für den Jugendklub im Oberstübchen keinen eigenen Rettungsweg, weshalb sich dort nicht mehr als zehn Personen gleichzeitig aufhalten dürfen.

Stadt hofft auf 70-prozentige Förderung

Nun will die Stadt Abhilfe schaffen und hofft auf eine 70-prozentige Förderung aus dem Leader-Programm. Um dafür den Antrag zu stellen, müssen eine Baugenehmigung und vorher das Votum der Stadtverordneten vorliegen. Diese haben die Qual der Wahl zwischen vier Bau-Varianten. Der Fachausschuss entschied sich für die teurere Umbauvariante. Demnach soll ein Fahrstuhl mit Aufzugschacht und drei Haltestellen bis ins Dach gebaut werden. Außerdem sollen die Außentreppe erneuert, der Fußboden angeglichen sowie ein Behinderten-WC und ein zweiter Rettungsweg geschaffen werden.

Ein Neubau fürs Gemeindezentrum wäre zu teuer

Die billigere Variante (170 000 Euro) sah einen Plattformlift vor, der aber nur das Erdgeschoss barrierefrei zugänglich gemacht hätte. Auch Neubau-Alternativen wurden geprüft, aber für zu teuer befunden. Ein Neubau am Standort würde 450 000 Euro kosten, die Umnutzung eines leer stehenden Privat-Rohbaus 771 000 Euro. Ein Neubau nach der Leader-Richtlinie wäre nicht förderfähig.

Ortsvorsteher und Stadtverordnete in Frankenfelde

Ortsvorsteher und Stadtverordnete in Frankenfelde.

Quelle: Elnior Wenke

Aufgrund der sechsstelligen Umbaukosten war das Vorhaben zunächst umstritten. „Trotz angespannter Haushaltslage empfehle ich die teurere Umbauvariante, weil sie in Sachen Funktionalität die beste ist“, sagte Erik Scheidler (Linke). Auch Jens Bärmann (CDU) gab dieser Variante den Vorzug, hatte aber hinsichtlich der Finanzierung „Bauschmerzen“. „Können wir den Beschluss abkoppeln und, falls keine Fördermittel fließen, noch mal beraten?“, fragte er. Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD) fand einen Kompromiss: „Wir beschließen das Vorhaben als vorbereitende Maßnahme für den Antrag auf Fördermittel.“

Von Elinor Wenke

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