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Teltow-Fläming Gemeinden für erneute Kälte gewappnet
Lokales Teltow-Fläming Gemeinden für erneute Kälte gewappnet
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11:22 08.01.2016
Die Straßenmeisterei hat am Donnerstag die Bushaltestellen an der B101 vom Schnee geräumt. Quelle: Peter Degener
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Jüterbog

Die Mitarbeiter des Jüterboger Bauhofs blicken auf eine anstrengende Woche zurück: Schon um vier Uhr morgens begann für sie die erste Schicht. Mit fünf Räumfahrzeugen waren sie im gesamten Stadtgebiet unterwegs, um den ersten Schnee des Jahres zu beseitigen.

Zwar soll es zum Wochenende wieder milder werden. Auf einen erneuten Wintereinbruch ist Jüterbog – mit einem Vorrat von knapp 200 Tonnen Streugut – aber vorbereitet: „Wir sind gut gerüstet“, bestätigt Bürgermeister Arne Raue (parteilos). Der Bauhof räumt und streut vor allem die Geh- und Radwege vor Kitas, Schulen sowie an Bushaltestellen und Fußgängerüberwegen.

Räumen von 4 Uhr bis 16 Uhr

Schnee geschippt wird je nach Bedarf von 4 Uhr früh bis 16 Uhr. Sollte es die Wetterlage erfordern, seien die Räumdienste zusätzlich auch am Abend einsatzbereit, heißt es seitens der Stadt. Hin und wieder habe es in den vergangenen Tagen Beschwerden von Anwohnern gegeben, sagt Raue. Der heftige Schneefall und der Wind hätten die Räumarbeiten erschwert. Raue warb daher um Verständnis: „Wir können die Räumung natürlich nur in einem gewissen Rahmen gewährleisten.“ Insgesamt sei die Stadt aber wie in den Vorjahren „gut aufgestellt“.

Winterdienst: Wer jetzt schippen muss

Für die Reinigung – und dazu gehört auch der Winterdienst – der öffentlichen Straßen, Wege und Plätze ist die Stadt Jüterbog verantwortlich, sofern sie diese nicht an die Grundstückseigentümer übertragen hat.

Wo die Stadt nicht zuständig ist, müssen die Anlieger auf Gehwegen selbst den Schnee räumen. Denn Vermieter und Grundstückseigentümer haben eine Räum- und Streupflicht. Sie müssen den Gehweg vor ihrem Grundstück für Fußgänger auch im Winter frei von Gefahren halten. Dabei gilt eine Mindestbreite von 1,5 Metern.

Bei Eis und Glätte sind Anlieger verpflichtet, zu streuen, wobei Salz sowie auftauende Stoffe verboten sind. Ausnahmen gelten bei Eisregen und bei besonders gefährliche Stellen wie Treppen, Rampen oder Brücken. Hilf­reich und umsichtig ist es dennoch, dort, wo sich Glatt­eis gebildet hat, zu streuen.

Lieber einmal mehr als zu wenig: Wenn es die Witterung erfordert, muss mehrfach Schnee geräumt werden. Hauseigentümer in Jüterbog sind verpflichtet, zwischen 7 und 20 Uhr Schnee zu schippen.

Für den Winter gewappnet ist auch die Gemeinde Niedergörsdorf: „Der Winter kam für uns nicht überraschend“, sagt Bauamtsleiterin Claudia Neumann. Zehn Gemeindearbeiter waren in den vergangenen Tagen ab 5 Uhr in der Früh im Einsatz, um vor Kitas, Schulen und an Bushaltestellen Schnee zu schaufeln. Die Straßenräumung übernimmt in Niedergörsdorf die Oehnaland Agrargesellschaft. Angst, dass in der Gemeinde das Streusalz ausgehen könnte, hat Neumann nicht: „Wir haben noch genügend Vorräte aus den vorigen Jahren“, versichert sie. Falls es die Witterung erfordert, könne die Gemeinde kurzfristig Nachschub bestellen.

Schneetreiben am Mittwoch bereitete Probleme

Ähnlich gelassen blickt auch Torsten Braune, Leiter des Bau- und Ordnungsamts Niederer Fläming, auf die winterliche Woche zurück: Sieben Mitarbeiter schippten im Schichtbetrieb Schnee in der Gemeinde. Für den Winterdienst stehen dort zwei Räumfahrzeuge, ein kleinerer Multicar-Traktor für Gehwege und jede Menge Streusalz aus dem vergangenen Jahr zur Verfügung. Wegen des zum Teil starken Schneetreibens am Mittwoch kamen die Mitarbeiter dennoch nur schwer mit dem Räumen hinterher. „Kaum waren sie fertig, konnten sie wieder von vorn beginnen“, sagt Braune.

Für die Bundes- und Landesstraßen in Teltow-Fläming ist die Straßenmeisterei Luckenwalde zuständig. Bis zu neun Mitarbeiter waren pro Schicht unterwegs, um die Fahrbahnen zu räumen. Auf der Bundesstraße 101 zwischen Jüterbog und Thyrow waren gleich mehrere Fahrzeuge im Einsatz, um die vierspurige Fahrbahn freizuräumen. „Dass es keine größeren Unfälle gegeben hat, beweist, dass wir unsere Arbeit gut gemacht haben“, sagt Frank Semrok, stellvertretender Leiter der Straßenmeisterei. Für erneute Kälte ist man gerüstet: 1000 Tonnen Streugut warten in Luckenwalde auf Schnee. Der Winter kann noch einmal zurückkommen.

Von Josefine Sack

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