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Teltow-Fläming Gemeindevertreter lehnen Kita-Pilotprojekt ab
Lokales Teltow-Fläming Gemeindevertreter lehnen Kita-Pilotprojekt ab
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00:18 19.06.2017
Die Kita „Storchennest“ in Saalow hätte an dem Pilotprojekt teilgenommen. Quelle: Christian Zielke
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Am Mellensee

Wie bisher gibt es auch künftig Schließzeiten in allen Kitas und Horten der Gemeinde Am Mellensee. Mit deutlicher Mehrheit sprachen sich die Gemeindevertreter damit Mittwochabend gegen ein Pilotprojekt aus.

Laut der Beschlussvorlage sollte das Pilotprojekt 2018 laufen. Vorgesehen war, dass die Schließzeiten in den Kitas „Mäusetreff“ (Rehagen) und „Abenteuerland“ (Klausdorf) sowie den Horten in Sperenberg und Mellensee erhalten bleiben. In den Kitas „Wirbelwind“ (Sperenberg) und „Storchennest“ (Saalow) hingen sollte es einen einjährigen Testlauf ohne Schließzeiten geben. Genauer gesagt: fast ohne Schließzeiten. Während der Pilotprojektphase hätten diese beiden Einrichtungen einerseits keine Kinder während der Schließzeiten anderer Einrichtungen aufgenommen. Andererseits wollte man Schließzeiten zwischen Weihnachten und Neujahr sowie an den Brückentagen haben. Das ergaben Rückfragen der Verwaltung bei den Kita-Leiterinnen in Saalow und Sperenberg.

Bürgermeister wirbt für Beibehaltung der alten Regelung

Die letztgenannte Forderung bezeichnete der CDU-Fraktionsvorsitzende Lutz Lehmann als Affront gegenüber den anderen Kitas. „Wer das eine will, der muss das andere mögen.“ Bürgermeister Frank Broshog (parteilos) sagte, dass die Beschlussvorlage von der Verwaltung nicht mitgetragen werde. Broshog zufolge müssten Bauarbeiten, Reparaturen und Grundreinigung während der Schließzeiten ausgeführt werden. Beispielsweise solle das Dach der Saalower Kita gedeckt werden. Das gehe bei laufendem Betrieb nicht, ohne Kinder und Erzieher zu gefährden. Ohne Schließzeiten müssten Grundreinigungen in den Kitas Saalow und Sperenberg von Freitagabend bis Montagfrüh erfolgen. Die dafür zu zahlenden Zuschläge für Nacht- und Feiertagsarbeit würden zu einer erheblichen Mehrbelastung des Haushaltes führen. Nicht zuletzt werde die Besetzung der Kitas und Horte mit ausreichendem Personal ohne Schließzeiten noch schwieriger.

Bernd Kosensky (UWG), Vorsitzender des Sozialausschusses, zweifelte Broshogs Aussagen an. Das nach Gesprächen mit Eltern und Kita-Erzieherin vom Ausschuss vorgeschlagene Pilotprojekt sei sinnvoll. „Wie sollen wir sonst Erfahrungen sammeln?“ Kay Brückner beantragte für die dreiköpfige SPD-Fraktion, den Beschlussantrag zurück in den Sozialausschuss zu verweisen. Dieser Antrag wurde mit 9:8 Stimmen abgelehnt. Danach stimmten die Gemeindevertreter über das Pilotprojekt ab. Das fand mit vier Ja-Stimmen (alle UWG), zehn Nein-Stimmen bei drei Enthaltungen (alle SPD) keine Mehrheit.

Eltern werden bis zum 30. Oktober über Schließzeiten informiert

Damit bleibt 2018 alles beim alten. Während der Sommerurlaubszeit haben alle Kitas und Horte gestaffelt jeweils zwei Wochen lang geschlossen. Über die Termine der Schließzeiten werden die Eltern bis zum 30. Oktober informiert. Die Eltern haben die Möglichkeit, eine Ausweich-Kita in der Gemeinde während der jeweiligen Schließzeit zu nutzen. Voriges Jahr gab es sieben solcher Anträge.

Von Frank Pechhold

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