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Gemeinsame Trauer und Erinnerung

Gedenkfeier für verstorbene Patienten Gemeinsame Trauer und Erinnerung

117 Patienten des Ambulanten Palliativ- und Hospizdienstes Luckenwalde sind im vergangenen Jahr verstorben. Hinterbliebene und ehrenamtliche Hospizhelfer erinnerten in einer gemeinsamen Feier an sie.

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Friederike Schneider, Monika Alcantara und Stephanie Hennings (v. l.) zünden vor dem Altar Kerzen für die Verstorbenen an.

Quelle: Elinor Wenke

Luckenwalde. Trotz niedriger Temperaturen wurde den Besuchern in der Luckenwalder Petrikirche am Donnerstag warm ums Herz, als Musiklehrer Enrico Körner am E-Piano den Titel „Nichts ist unendlich“ spielte. Der Ambulante Palliativ- und Hospizdienst Luckenwalde hatte Angehörige und ehrenamtliche Hospizhelfer zu einer Feierstunde eingeladen, um der verstorbenen Patienten des vergangenen Jahres zu gedenken.

60 aktive ehrenamtliche Helfer begleiten derzeit unheilbar Kranke und Sterbende bis ans Lebensende zu Hause. Zu den Helfern zählt Claudia Broedermann. Mit ihrer Geschichte vom Engel, der auszog, um das Leben der Menschen kennenzulernen, gab sie den Hinterbliebenen Trost und Zuversicht nach ihrem Schicksalsschlag. „Nur wer den Tod kennt, kann wirklich lieben und Trauer ist der Preis, den die Menschen zahlen, um zu lieben“, sagte sie.

117 Patienten des Palliativ- und Hospizdienstes sind im vergangenen Jahr verstorben, jeder Name wurde verlesen. Monika Alcantara, Koordinatorin des Palliativ- und Hospizdienstes, hatte zuvor mit ihrer Mitarbeiterin Friederike Schneider und Pfarrerin Stephanie Hennings für jeden einzelnen Verstorbenen eine Kerze angezündet. „Es brennen drei Kerzen mehr“, sagte Monika Alcantara, „eine für die Ungenannten, die schon länger nicht mehr unter uns sind, eine für die Liebe und eine für die Kraft und den Mut, der Trauer zu begegnen.“

Stephanie Hennings sprach den Hinterbliebenen Mut zu. „Du bist nicht allein, keinen einzigen Tag“, sagte sie. Sie wünschte den Angehörigen, dass ihre Traurigkeit nichts vergebens sei und sie die Kraft haben mögen, wieder Freude zu erleben. „Diese Kraft heißt Liebe“, sagte die Pfarrerin. Anschließend konnten die Gäste im geheizten Gemeinderaum bei Kaffee und Kuchen ins Gespräch kommen.

Von Elinor Wenke

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