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Gemeinsamer Einsatz am Umwelttag

Rangsdorf Gemeinsamer Einsatz am Umwelttag

Einmal im Jahr treffen sich die Mitglieder des Anglervereins Rangsdorfer See zu einem Umwelttag. Diesen nutzen sie, um an den Ufern ihres Vereingewässers und benachbarter Seen Unrat zu sammeln.

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Gleich am Start die erste Mülltüte: Joachim Breuhahn (r.) mit den Vereinsmitgliedern Marc Dennis Heinrich, Arno Pauli, Detlef Harder und Mike Heinrich am Weidenteich (v. r.).

Quelle: Foto: Andrea von Fournier

Rangsdorf. Den ersten „Fang“ machten die Angler unmittelbar am Start ihres Einsatzes Samstagfrüh. Kein kapitaler Hecht, sondern eine weiße Plastiktüte mit Hausmüll hatte jemand an die Bank gehängt. Zum Glück war der Inhalt noch nicht halb verstreut und so wanderte sie gleich in den blauen Müllsack von Joachim Breuhahn. „Es ist unvorstellbar und für uns immer wieder erstaunlich, dass Leute losgehen, um ihren Müll in der Natur zu entsorgen“, sagt Mike Heinrich, Vorstandsmitglied des Anglervereins Rangsdorfer See. Die Zülowseen, an deren kleiner Brücke sich eine Handvoll Mitglieder zum jährlichen Umwelttag eingefunden hatten, ist das Vereinsgewässer. Der Hauptangelplatz ist der Rangsdorfer See, an dem auch das Vereinshaus steht und die Boote festgemacht sind. Dort war am Samststag ein größerer Tross Vereinsmitglieder unterwegs, um das Seeufer von Unrat zu befreien. Nach dem Motto „Hauptsache, ich bin meinen Müll kostenfrei los, ein anderer wird sich schon kümmern“, scheinen auch an diesem Gewässer etliche Mitmenschen unterwegs zu sein.

Randalierer zerstören Sitzgelegenheiten

Mike Heinrich und sein Trupp umkreisten den Weiden- und den danebenliegenden namenlosen Teich. Durch den Regen der vergangenen Tage war der Boden stark aufgeweicht und die Gummistiefel der Männer erzeugten schmatzende Geräusche und Abdrücke. Papier und Plastikmüll, aber auch ein Laubbesen und ein Campingstuhl mussten die Angler aufheben, damit die Natürlichkeit und Idylle des Gebietes erhalten bleibt. Heinrich bedauert, dass zu den Einsätzen keine Anwohner kommen, die immer eingeladen sind. Es ist fischreich und friedlich hier. Für die Rast der Spaziergänger wurden einst Schalenstühle aufgestellt, Vandalen haben diese zerstört. Auch die jetzt zum Sitzen angebrachte Holzbohle ist wieder beschädigt. Trotzdem freuen sich nicht nur Angler, dass eine Begleitmaßnahme zur Regenwasserentsorgung des BER die Entschlammung der Seen und dessen Zu- und Abflüsse auch die Neuanlage der kleinen Brücke nach sich zog.

Ginge es nach den Vereinsmitgleidern, könnte alles so schön friedlich und ordentlich sein im Gewässerzug zwischen Sachsencorso und Winterfeldallee. Doch es kommen Angler von auswärts und besagte „Müllentsorger“, die den Umwelttag immer wieder notwendig machen. Nach getaner Arbeit, auch das ist Sitte, trafen sich alle Aktiven am Vereinshaus, um den Müll zu entsorgen und sich kulinarisch zu stärken.

Von Andrea von Fournier

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