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Teltow-Fläming Gemeinsames Willkommensfest
Lokales Teltow-Fläming Gemeinsames Willkommensfest
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13:10 11.07.2016
Mit traditionellen Henna-Farben lassen sich zwei Besucherinnen des Willkommensfestes bemalen. Quelle: Orth
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Rangsdorf

Wenn Taha Omar seine Kinder in die Arme schließt, weicht die Anspannung aus seinem Gesicht. Seine Frau und die drei Kinder wohnen in einem Übergangswohnheim in Rangsdorf. Der Syrer ist in Bremen untergebracht. Er kam zuerst in Deutschland an, daher die unterschiedlichen Standorte. Auf dem Willkommensfest für Flüchtlinge am Sonnabend war die Familie kurz wiedervereint. „Ich versuche, sie einmal in der Woche zu besuchen“, sagt Taha Omar.

90 Flüchtlinge leben in Rangsdorf

Das Fest hat der Verein „Grenzenlos Rangsdorf“ veranstaltet. Jan und Ulrike Hildebrandt sind die Gründer und Initiatoren. Auch wenn das Ehrenamt Anstrengungen abverlangt, so bereite es vor allen Dingen Freude, so Hildebrandt. „Es kommt immer sofort etwas zurück.“ 90 Flüchtlinge leben in zwei Unterkünften im Ort.

93 Mitglieder sind im Verein aktiv

Ulrike Hildebrandt findet es wichtig, auf die Flüchtlinge zuzugehen. Um Vorbehalte und die Angst vor dem Fremden abzubauen. Kern des Kennenlernens ist die persönliche Begegnung. In zehn verschiedenen Arbeitsgruppen will der Verein das fördern, mit derzeit 93 Mitgliedern. Die Gruppen arbeiten autark. So sind eine Fahrradwerkstatt, eine Kleiderkammer, Patenschaften oder Deutschkurse entstanden. Hildebrandt sieht den Verein für die Integration der Flüchtlinge zuständig. Von Kreis und Land ist sie eher enttäuscht. Denn die sprachliche Barriere kann nur mit dem ehrenamtlichen Einsatz bestritten werden. „Sonst macht das keiner“, sagt sie. Auch die Beschulung der Kinder und Jugendlichen stellte ein Problem dar. Solange der Status der Flüchtlinge nicht geklärt ist, steht auch die Möglichkeit der Beschulung aus. Als im Januar die ersten Flüchtlinge nach Rangsdorf kamen, wollte der Verein die Zeit nicht nutzlos verstreichen lassen. Auch wenn bis heute die Asylanträge noch in Bearbeitung sind, konnte der Verein die Beschulung der Kinder und Jugendlichen durchboxen.

Deutschunterricht ist sehr wichtig

„Die Kinder lernen sehr viel schneller“, erklärt die pensionierte Deutschlehrerin Heidi Michael. Zuerst habe man sich mit Gesten verständigt. Auch erwachsene Analphabeten waren im Kurs, in dem nur deutsch gesprochen wird. Schrittweise kommt sie voran, mit den Oberschülern trainiert sie derzeit, wie man sich korrekt vorstellt. „Ich bin selbst geflüchtet“, sagt die Lehrerin. 1945 als Kind mit den Eltern aus ehemals preußischen Gebieten.

Nicole Köberle: „Jeder Mensch braucht eine Chance“

Von der Arbeit und der Situation im Ort wollten sich auch Heinz und Nicole Köberle ein Bild machen. „Wer nimmt schon freiwillig die Strapazen der Flucht auf sich und lässt alles zurück“, fragt sich Nicole Köberle. „Es gibt Fluchtgründe.“ Sie können sich vorstellen, im Verein mitzuarbeiten. „Jeder Mensch braucht eine Chance“, sagt sie. Auch sie kennt es, sich fremd zu fühlen. Ihre Großeltern sind aus Tschechien geflohen, von West-Berlin ging es Anfang der 90er Jahre nach Rangsdorf. Im Ort sehen sie das Meinungsbild gespalten. Einige im Bekanntenkreis würden ihr Engagement nicht gutheißen. „Ich glaube, unsere Generation hat damit kein Problem“, sagt hingegen Geografiestudentin Monik Busse.

Familie Omar sucht nun eine Wohnung in Rangsdorf

Familie Omar geht nach dem Fest vorerst wieder getrennte Wege. Taha Omar sucht seit vier Monaten eine Wohnung in Bremen für seine Familie. Auch wenn es den Mitstreitern um Jan und Ulrike Hildebrandt gelungen ist, bereits für eine syrische Familie eine Wohnung zu finden, so gestaltet sich die Suche doch schwer. Wohnraum ist knapp. Die Omars wollen sich jetzt in Rangsdorf auf die Suche begeben.

Von Krischan Orth

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