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Genehmigung für Unterkunft verlängert

Flüchtlinge können bleiben Genehmigung für Unterkunft verlängert

Die Flüchtlinge in der Luckenwalder Grabenstraße atmen auf: Die Notunterkunft (Haus 1) bleibt ihnen erhalten, ein Umzug in neue Traglufthallen am Stadtrand ist vorerst abgewendet. Die Nutzungsverlängerung wurde bis zum Sommer genehmigt.

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Notunterkunft in der Luckenwalder Grabenstraße.

Quelle: Hartmut F. Reck

Luckenwalde. 1848 Asylbewerber hat der Landkreis Teltow-Fläming im vergangenen Jahr aufgenommen. Das sind 6,6 Prozent der rund 30 000 Flüchtlinge, die 2015 dem Land Brandenburg zugeteilt wurden. Für das laufende Jahr wird mit einer ähnlich hohen Zahl gerechnet, so dass weiterhin entsprechende Unterbringungskapazitäten vorgehalten werden müssen, teilt die Kreisverwaltung mit.

Angesichts dessen habe das Landesamt für Soziales und Versorgung pauschal allen Notunterkünften in Brandenburg die Betriebserlaubnis bis zum 30. Juni verlängert. Das betrifft also auch das Haus 1 am Standort Grabenstraße in Luckenwalde. Hier hatten sich die Bewohner und die ehrenamtlichen Helfer der Freien Migrationshilfe dagegen gewandt, dass die dort lebenden Flüchtlinge in die Traglufthalle auf dem Biotechnologiepark umziehen müssen.

Mit der Verlängerung des Hauses 1, das als Notunterkunft gilt, weil die Anzahl der sanitären Anlagen nicht den Standards entspricht und die Küche nur über den Hof zu erreichen ist (die MAZ berichtete), bleibe Zeit, die dort lebenden Personen in geeignetere Unterkünfte umzusiedeln. „Unser Ziel ist, dass die Flüchtlinge mit einer Bleibeperspektive bis zum 30. Juni eine Wohnung gefunden haben“, sagt Axel Kubiak, Sprecher der Freien Migrationshilfe. Er hatte mit einem Flüchtlingsvertreter und einer Mitstreiterin am Donnerstagabend ein Gespräch mit Landrätin Kornelia Wehlan (Linke). Sie bestätigte ihm die vorläufige Weiternutzung von Haus 1. Auch unterstütze sie die Beibehaltung der sozialen Einrichtungen in der Grabenstraße wie Begegnungsstätte und Schneiderstube.

Bei dem Treffen habe ihnen die Landrätin die Zusammenhänge dargelegt, wie es zu der Absicht der Verwaltung gekommen sei, das Haus 1 zu räumen und die Bewohner in das Zelt beziehungsweise die Traglufthalle umzusiedeln. Doch bei diesem verwaltungstechnischen Vorgang, so Kubiak, hätten die Mitarbeiter des Sozialamtes wohl übersehen, dass sich die Flüchtlinge im Haus 1 längst eingelebt hatten und sie einen Umzug in ein Zelt nicht als Verbesserung ihrer Lebenssituation betrachteten.

Auch der Kreis arbeitet darauf hin, dass die Flüchtlinge in Wohnungen umziehen. Die dann freien Notunterkünfte im Haus 1 und im ehemaligen Kreistagssaal könnten aber jederzeit reaktiviert werden, betont die Kreisverwaltung, für den Fall dass wieder mehr Flüchtlinge zugewiesen werden sollten, als in den regulären Übergangswohnheimen Platz finden.

Von Hartmut F. Reck

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