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Generalprobe fürs Reformationsjubiläum

6. Jüterboger Fürstentag Generalprobe fürs Reformationsjubiläum

Beim 6. Fürstentag erinnert der Heimatverein Jüterboger Land an Ereignisse aus dem Jahr 1561, probt einen neuen Einzug in die Stadt für das Reformationsjubiläum im Jahr darauf und hofft darauf, dass die Bürger ihre Häuser mit den vielen verschwundenen Jüterbog-Fahnen schmücken.

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Jörg Podzuweit ist Vorsitzender des Heimatvereins.

Quelle: Foto: Degener

Jüterbog. Der sechste Jüterboger Fürstentag wird eine Generalprobe für das Tetzel-Fest zum großen Reformationsjubiläum 2017. Die wichtigste Änderung im Zeremoniell des historischen Schauspiels verhandelt der Organisator Jörg Podzuweit (alias Ritter Christof von Hake) derzeit mit der Stadtverwaltung. „Die Kurfürsten und Herzöge sollen nicht über das Zinnaer Tor, sondern über das Dammtor in die Stadt einziehen“, sagt Podzuweit, denn auch beim Tetzel-Fest 2017 werde dieser historisch verbürgte Weg in die Stadt gewählt.

„Der Ablauf soll diesmal reibungslos sein, denn gerade der Einzug durch das Tor hatte im letzten Jahr leider nicht so gut geklappt“, sagt Podzuweit. So muss geklärt werden, wo beim Fürstentag die Kutschen und Pferde auf ihren Auftritt warten können und sichergestellt sein, dass die modernen Poller aus den sonst für Kutschen untauglichen Tordurchfahrten entfernt sind.

Vor allem die Festsitzung der historischen Gestalten im Ratssaal hat sich bewährt. „Die Leute konnten 2015 bei den Verhandlungen zuschauen. Das hat es vorher nicht gegeben und ich hoffe, wir können das beibehalten“, sagt der 59-Jährige. Auch sonst zeigt sich der Vorsitzende des Heimatvereins Jüterboger Land zufrieden mit dem vergangenen Fürstentag. Mehr als 6500 Gäste kamen damals auf den Marktplatz und viele blieben bis spät in die Nacht an der Festtafel. Einen besonderen Wunsch an die Jüterboger Bevölkerung hat der Organisator für die nächste Auflage: „Die Stadt war bisher überhaupt nicht geschmückt gewesen. Dabei sind seit der Tausendjahrfeier Jüterbogs mehrere Auflagen der Fahne mit dem Stadtwappen verkauft worden. Wo sind die alle?“, fragt er sich und hofft, dass sie am 10. September aus den Fenstern der Altstadtwohnungen flattern.

An diesem Tag soll an Geschehnisse aus dem Jahr 1561 erinnert werden. Die Kurfürsten von Brandenburg und Sachsen und die Herzöge von Mecklenburg und Preußen waren damals in Jüterbog zu Gast und entschieden über Streitereien, die schon 100 Jahre alt waren. „Es gab Irrungen in Bezug auf die Erbfolge und Lehnshoheit in Mecklenburg. Darüber wurde schon Krieg geführt, aber hier hat man sich schließlich verständigt“, fasst Podzuweit die Ereignisse zusammen. Es gab also vor 455 Jahren Gründe zum Feiern, was im September nicht anders sein soll.

Auf der Bühne am Markt werden die Gruppe „Irregang“ aus Jena mit Musik der Spielleute des 12. bis 14. Jahrhunderts und der Gaukler und Zauberer Hummlerus auftreten. Auch die Jüterboger Musikschule soll stärker als bisher in das Programm eingebunden werden, sagt der Ritter von Hake.

Von Peter Degener

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