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Genossenschaft bekämpft das Park-Chaos

Luckenwalde Genossenschaft bekämpft das Park-Chaos

Der Parkplatz-Notstand in der Rothestraße und „An den Giebeln“ in Luckenwalde war nicht mehr zumutbar; Fahrzeuge wurden wild abgestellt. Jetzt hat der Vorstand der Gemeinnützigen Wohnungsgenossenschaft Abhilfe geschaffen und 13 Mieter-Parkplätze gebaut.

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GWG-Vorstandschef Heiko Müller (3.v.l.) begutachtet die letzten Arbeiten der Landschaftsgestalter.

Quelle: Elinor Wenke

Luckenwalde. Wo kürzlich noch in zwei Gärten Bäume und Sträucher standen, können Mieter der Gemeinnützigen Wohnungsgenossenschaft (GWG) Luckenwalde jetzt ihre Autos abstellen. Die Genossenschaft hat auf einem rückwärtigen, 440 Quadratmeter großen Grundstück in der Rothestraße 13 gepflasterte Mieter-Parkplätze sowie kleine Grünanlagen geschaffen.

GWG investiert 24 000 Euro

Zu Wochenbeginn nahmen Mitarbeiter der Luckenwalder Firma „P. Sch. Landschaftsbau“ die letzten Arbeiten in Angriff, fegten das Pflaster und brachten Mulch auf die Pflanzflächen. „In den nächsten Tagen oder Wochen kann der Parkplatz in Betrieb genommen werden", kündigt GWG-Vorstandsvorsitzender Heiko Müller an. „Wir müssen noch das elektrische Eingangstor fertigstellen, Reservierungsschilder fertigen und die Nutzer ordentlich einweisen“, sagte er.

24 000 Euro hat die Genossenschaft in das Bauvorhaben investiert. Die Nutzer zahlen einen monatlichen Obolus. Nach Ansicht von Heiko Müller leistet die GWG damit auch einen kleinen Beitrag, um die prekäre Parksituation in der Stadt zu entschärfen.

Vorstand: „Nach Feierabend herrschte das reine Chaos“

„Es war keine zumutbare Situation mehr“, erklärt Müller. In den ohnehin schmalen öffentlichen Straßen An den Giebeln und Rothestraße standen die Fahrzeuge schon tagsüber dicht an dicht. „Nach Feierabend und in der Nacht herrschte hier das reine Chaos, viele haben ihre Autos wild durcheinander geparkt oder standen sogar auf dem Fußweg“, erinnert sich Müller. Im Notfall hätte sich kaum ein Rettungsfahrzeug den Weg bahnen können. „Die Polizei hat manchmal bei mir angerufen und gefragt, was da los ist“, so der GWG-Chef.

Eine Entkrampfung der Situation war nicht in Sicht, zumal die Genossenschaft auch den Generationswechsel zu spüren bekommt. „Junge Leute, die heute hier einziehen, bringen ein bis zwei Autos mit“, berichtet Müller. Letztendlich habe es keine andere Lösung gegeben, als auf der Genossenschaftsfläche einige Parkplätze zu schaffen.

Zwei Mieter-Gärten mussten weichen

Zwei Mieter-Gärten mussten weichen. „Der eine Nutzer wollte ihn eh abgeben, dem anderen musste wir leider kündigen“, sagt Müller. In den umliegenden Straßen wurde mit Aushängen der Bedarf an Miet-Stellplätzen ermittelt. Das Interesse war groß, die 13 Flächen waren schnell vergeben. „Einen Interessenten haben wir noch auf der Warteliste und es gab sogar Anfragen von benachbarten Privateigentümern“, berichtet Müller.

Zwei Wochen haben die Landschaftsbauer für die Arbeiten benötigt. Laut Müller haben die angrenzenden Mieter die Belästigungen geduldig in Kauf genommen. „Die meisten sagen, dass es jetzt viel ordentlicher und gepflegter aussieht“, sagt er. Zu den Privatgrundstücken wurden ein Sichtschutzzaun errichtet und rund um den Parkplatz neue Grünstreifen angelegt – mit Zypressen, Sträuchern und jungen Obstbäumen. „Dort dürfen die Mieter auch ernten“, verspricht Müller.

Von Elinor Wenke

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