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Genshagen will Wanderroute retten

Genshagener Busch Genshagen will Wanderroute retten

Verfaulte Bänke, fehlende Wegweiser und eine einsturzgefährdete Hütte: Wenn entlang des Rundwegs um den Genshagener Busch nicht bald etwas passiert, dann war’s das mit dem Wanderspaß bei Ludwigsfelde. Die Genshagener wollen ihren Wanderweg retten und fordern dafür Unterstützung von der Stadt.

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Quelle: Josefine Sack

Genshagen. Der Rundweg um den Genshagener Busch ist ein beliebtes Ausflugsziel bei Spaziergängern. „Bei gutem Wetter sind hier am Wochenende zwischen 20 und 30 Leute unterwegs“, sagt Dirk Houschka. Der Genshagener Ortsvorsteher muss es wissen: Houschka wohnt ganz in der Nähe und joggt regelmäßig durch das Waldstück nordöstlich des Schlossparks. Er kennt daher die „Schmuddelecken“ am Wegesrand, die viele Genshagener seit Langem stört.

Das Wanderroutennetz rund um den Erlenbruchwald wurde samt Schutzhütte und Holzbänken in den Wendejahren von der damals noch eigenständigen Gemeinde Genshagen errichtet. Seither wurde der Rundweg sich selbst überlassen. Ein Großteil der Bänke sind mittlerweile verfallen, zerstört oder verfault. Die Schutzhütte einsturzgefährdet. Die Balken des Anfang der 1990er Jahre errichteten Dachs sind so marode, dass Spaziergänger darunter keinen Schutz mehr finden. Auch einige Hinweisschilder an Weggabelungen sowie eine Infotafel des Verbands der Naturfreunde sind zerstört.

Dorfgemeinschaft will neue Bänke aufstellen

„Wir würden hier gern etwas machen“, sagt Houschka, „aber uns sind die Hände gebunden.“ Schon vor einiger Zeit hat sich die Dorfgemeinschaft Genshagen bereiterklärt, neue Bänke aufzustellen. Die Genshagener wären sogar bereit, einen neuen Unterstand aus eigenen Mitteln zu finanzieren und die Pflege zu organisieren. „Das geht aber nur, wenn wir die Genehmigung der Waldeigentümer haben“, bringt der Ortsvorsteher das Problem auf den Punkt.

Nach der Eingemeindung von Genshagen im Jahr 1997 habe es die Stadt jedoch abgelehnt, Verträge über den Wanderweg mit den Grundstücksbesitzern in dem Bereich zu vereinbaren, erläutert Houschka. Hinzu kommt, dass die Eigentümer einiger ebenfalls betroffenen Wald- und Wiesenflächen seither gewechselt haben.

Genshagener wollen Wanderweg erhalten

Die Genshagener wollen den Wanderweg unbedingt erhalten, fordern dafür aber mehr Unterstützung von der Stadt Ludwigsfelde. Diese unterbreitete der Dorfgemeinschaft auf deren Forderung vor gut sechs Monaten das Angebot, die Pflege, Wartung und Haftung für die Waldwege in der Gemarkung Genshagen, die der Stadt gehören, doch gleich selbst zu übernehmen. „Wir können zwar die Bänke und eventuell einen Unterstand finanzieren“, sagt Houschka. Für eine komplette Betreuung des Wanderroutennetz fehlten der Dorfgemeinschaft jedoch die Mittel.

Um den Wanderweg zu retten, wollen die Genshagener noch einmal bei der Stadt vorsprechen. Auf seiner Sitzung am Donnerstag beschloss der Ortsbeirat, die Stadt aufzufordern, eine Genehmigung für die Instandsetzung der beschädigten Bänke, Schilder und der Schutzhütte bei den Waldbesitzern einzuholen. Zudem soll erreicht werden, dass die Eigentümer die Wege nutzbar halten.

Von Josefine Sack

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