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Genshagener Teich kriegt wieder Wasser

Naturprojekt für Mercedes-Mitarbeiter Genshagener Teich kriegt wieder Wasser

Der Teich an der DRK-Freizeitstätte in Genshagen hatte seinen Namen nicht mehr verdient. Mit Unterstützung von Mitarbeitern aus dem Mercedes-Benz-Werk wird aus der Ödnis wieder ein kleines Biotop. Junge Wissenschaftler begleiten das ambitionierte Projekt.

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Die alte Teichfolie wird wiederverwertet als Schutz gegen Baumwurzeln.

Quelle: Christian Zielke

Genshagen. Manchmal bräuchte es einen Obelix, einen kräftigen Gallier, der dank der Kraft des Zaubertranks mühelos die schweren Hinkelsteine anhebt. Unter den Mitarbeitern von Mercedes ist kein Obelix, auch Zaubertrank gibt es nicht. Um einen hunderte Kilogramm schweren Findling zu bewegen, müssen zehn Hände anpacken. Erst ein Abschleppseil bringt den Stein in Bewegung.

Für 15 Mercedes-Männer war am Mittwoch ein besonderer Arbeitstag. Statt an der Werkbank standen sie am Teich des DRK-Freizeittreffs Genshagen. Oder besser: Sie standen an dem, was einmal ein Teich war. Über die Jahre haben sich dort so viel Sand und Pflanzen angesammelt, dass von einem Gewässer keine Rede mehr sein konnte. „Man kam trockenen Fußes von einer Seite auf die andere“, sagte Winnie Otto. Sie studiert Nachhaltigkeits- und Qualitätsmanagement an der Hochschule für Wirtschaft und Recht (HWR) in Berlin und begleitet mit zwei Kommilitoninnen die Renaturierung des Teichs.

Nachhaltig soll die Aufgabe gleich im doppelten Sinne sein. Die Genshagener erhalten ein funktionierendes Biotop. Der neue Teich wird auf 1,50 Meter Tiefe ausgebuddelt, so dass Fische dort überwintern können. Für Mercedes als größten Arbeitgeber in Ludwigsfelde bietet die Kooperation mit dem DRK und der HWR eine Möglichkeit, sich sozial zu engagieren. Das Unternehmen stellte die Mitarbeiter für einen Tag zur Verfügung und hat die neue Teichfolie gespendet. „Außerdem stärkt es das Gemeinschaftsgefühl“, sagte Markus Dräger-Pee. Er ist Ausbildungsmeister bei Mercedes und sieht durch das Engagement seines Unternehmens auch eine Möglichkeit, um Nachwuchs zu werben. Vier Lehrlinge packten mit an. Sie sollten Schülern etwas über die Ausbildungsmöglichkeiten bei Mercedes erzählen.

Mit Kraft und Technik ging es dem  schweren Findling zu Leibe

Mit Kraft und Technik ging es dem schweren Findling zu Leibe.

Quelle: Christian Zielke

Marion Krawielicki, die Jugendkoordinatorin von Ludwigsfelde und Hausherrin der Freizeitstätte, hatte die Idee, den Teich wiederzubeleben. Beim DRK hatte man nach Projekten für Unternehmen gesucht, die sich sozial betätigen wollen. „Da fiel mir sofort der Teich ein“, sagte Marion Krawielicki. Sie will sich nun dafür einsetzen, dass der wiederbelebte Teich künftig besser gepflegt wird und nicht wieder zuwächst. Deshalb ist die Jugendkoordinatorin derzeit im Gespräch mit Ludwigsfelder Schulen, die die Pflege übernehmen sollen.

Genshagens Ortsvorsteher Dirk Houschka hofft, dass die Teich-Aktion der Beginn einer Neugestaltung des gesamten Sportareals ist. Das steht mit dem gesperrten Fußballplatz und der Kletterwand ziemlich traurig da. Houschka sagte: „Ich hoffe, dass die Stadt endlich etwas tut.“ Die Dorfgemeinschaft allein könne einfach nicht alles leisten.

Von Christian Zielke

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