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Teltow-Fläming Geplantes Windrad ist heftig umstritten
Lokales Teltow-Fläming Geplantes Windrad ist heftig umstritten
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18:54 31.01.2014
Luckenwalde

Nur mit knapper Mehrheit fassten sie jetzt den Beschluss, einen Bebauungsplan für eine Hybridanlage aus Solar- und Windenergie aufzustellen. Außerdem wurde der Änderung des Flächennutzungsplanes für diesen Bereich zugestimmt. Damit ist noch nicht geklärt, dass das Windrad tatsächlich auch gebaut werden kann.

Der neue Eigentümer des 100 Jahre alten Heinrichstifts, Werner Weng, will in dem denkmalgeschützten Haus 33 Wohnungen schaffen. Weil er aufgrund des Denkmal-Status weder innen noch außen eine Dämmung anbringen kann, die Nebenkosten aber dennoch moderat halten will, sollen alternative Energien genutzt werden. Auf einer benachbarten Wiese am Kirchhofsweg soll eine Hybridanlage zur Erzeugung von Wind- und Solarenregie entstehen.

Nach Recherchen von Matthias Nerlich (FDP) entspricht die Höhe des geplanten Windrades von insgesamt 38 Metern etwa der des Luckenwalder Marktturmes. "Die Vorstellung einer so hohen Windkraftanlage in einem Wohngebiet widerstrebt mir", sagte er und beantragte, die Option für ein 38 Meter großes Windrad aus beiden Beschlussvorlagen herauszunehmen.

Peter Gruschka (SPD) appellierte an die Verantwortung der Stadtverordneten: "Wir dürfen die Anträge des Investors nur ablehnen, wenn öffentliche Interessen in nicht hinnehmbarem Maße beeinträchtigt werden."

Andreas Krüger (parteilos) forderte, die Interessen der Städtischen Betriebswerke zu berücksichtigen. "Sie stehen bei mir an erster Stelle und könnten bestimmt das Heinrichstift mit Strom und Fernwärme versorgen", sagte er, "wir sollten die Stadtwerke nicht übersehen." Planungsamtsleiter Peter Mann verwies darauf, dass das Haus bis zum Eigentümerwechsel ans Fernwärmenetz der Stadtwerke angeschlossen war. "Für die geplante Kapillarfußbodenheizung mit sehr geringer Vorlauftemperatur können die Stadtwerke die Energie nicht effektiv liefern", sagte er.

Erik Scheidler (Linke) befürwortete im Namen seiner Fraktion die Änderung des Flächennutzungsplanes, schlug aber für den Bebauungsplanbeschluss eine Ergänzung vor. "Wir müssen sicherstellen, dass unseren Bürgern so eine große Windmühle in der Stadt erspart bleibt", sagte Scheidler. Diesen Vorschlag griff Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD) auf. Sie regte an, den Zielen des Bebauungsplanes per Protokoll einen Passus hinzuzufügen. Demnach ist "dem Schutzbedürfnis der Wohn- und Erholungsgrundstücke oberste Priorität" einzuräumen. Deren Bürger sind "vor Schattenwurf und Lärmbelästigung zu schützen". "Wir sollten aber nicht den Fehler begehen, eine Abwägung schon vorwegzunehmen", sagte Herzog-von der Heide. Mit der genannten Ergänzung wurde dem Aufstellen eines B-Planes schließlich zugestimmt.

Jochen Neumann (Linke) ist dennoch skeptisch. "Mit dem B-Plan schaffen wir Planrecht", sagte er. Neumann vermutet, dass einer relativ kleinen Windkraftanlage dann nur noch baurechtlich zugestimmt werden muss.

Von Elinor Wenke

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