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Teltow-Fläming Gerätehaus Marke Eigenbau
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00:23 20.05.2015
Bei der Eröffnung des neuen Feuerwehrstandortes. Quelle: Elinor Wenke
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Lüdersdorf

Mit 110 Litern Freibier und launigen Sprüchen feierten die Lüdersdorfer am Sonnabend die Eröffnung ihres neuen Feuerwehrgerätehauses samt Schulungsraum und Fahrzeughalle. Mitten im Dorfzentrum ist ein neues Domizil für die 50 Mitglieder der Feuerwehr entstanden, in dem nebenan auch der Heimatverein und Ortsvorsteher Dietmar Ertel (AfD) ihren Sitz haben. „Aus dem alten Standort mussten wir raus“, sagte Vize-Ortswehrführer Heiko Kelch. „Die Wände waren von Salpeter befallen, es gab keine Heizung und die Schutzkleidung haben die Kameraden mit nach Hause genommen, weil sie sonst verschimmelt wäre.“

„Eigentlich sollten wir heute gar nicht hier stehen, wenn es nach den offiziellen behördlichen Belangen gegangen wäre“, sagte Trebbins Bürgermeister Thomas Berger (CDU). Die Stadt wollte ursprünglich das gesamte Gebäude unter Federführung eines Architekten zu einem attraktiven Dorfzentrum umbauen, doch es gab keine Förderung mehr. „Also haben Stadt und Lüdersdorfer gemeinsam nach einer Lösung gesucht“, so Berger. Die Stadt stellte laut Bauamtsleiter Klaus-Dieter Huschke 120  000 Euro zur Verfügung, ließ den Anbau für die Fahrzeughalle errichten und finanzierte das Material. Den Innenausbau haben die Lüdersdorfer komplett in Eigenleistung gestemmt.

„Wir haben Wände versetzt, eine neue Decke eingezogen, die gesamte Elektrik erneuert und neue Sanitäranlagen mit rollstuhlgerechter Toilette geschaffen“, berichtete Kelch. Außerdem sind eine Küche, ein Tresen und ein Umkleideraum entstanden. „Zwei Jahre haben wir daran gearbeitet und unsere Freizeit geopfert“, sagte Kelch. „Material wurde teilweise auch von Leuten aus dem Dorf spendiert“, berichtete Dietmar Ertel.

Das neue Domizil soll auch als Wahllokal und für andere Zusammenkünfte genutzt werden. Den Schulungsraum ziert ein besonderes Schmuckstück. Die Künstlerin Elena Lück aus Lüdersdorf hat ein 2,50 Meter mal 3,70 Meter großes Bild an die Wand gemalt. „Das Bild zeigt den heiligen Florian mit dem Blick vom alten Schlauchturm aus auf das Runddorf“, erklärte Ortswehrführer Guido Neese.

„Das ganze Vorhaben ist beispielhaft für eine gemeinsame Dorfentwicklung“, sagte Berger. Und auch Ortsvorsteher Ertel bestätigte: „Hier steckt viel mehr Herzblut drin als in einem normalen städtischen Bau.“ Ortswehrchef Neese wurde für seine nie versiegende Energie von seinen Kameraden per Urkunde und Präsentkorb zum „Besten Wehrleiter der Welt von Lüdersdorf“ gekürt, bevor auch Stadtbrandmeister Silvio Kahle zur Lobeshymne anhob: „Die Bedingungen hier sind geradezu sensationell für die Erweiterung des vierten Zuges.“

Von Elinor Wenke

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