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Teltow-Fläming Gerhard Lenting ist neuer Ortsvorsteher
Lokales Teltow-Fläming Gerhard Lenting ist neuer Ortsvorsteher
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00:35 20.09.2015
Werders neuer Ortsbeirat (v. l.): Christian Schulze, Gerhard Lenting und Christian Ganzer. Quelle: Martina Burghardt
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Werder

Das Interesse war größer als erwartet: Für die erste Sitzung des Ortsbeirates Werder am Dienstag im Erlebnishof mussten deshalb noch mehr Tische und Stühle herangeholt werden. Sowohl Bewohner dieses als auch anderer Jüterboger Ortsteile hatten sich eingefunden, um den Neuanfang mitzuerleben.

Die Stadtverordnetenversammlung hat vor drei Wochen die drei neuen Mitglieder des Ortsbeirates gewählt, die als Interessengemeinschaft – als Freie Wählerschaft Werder – kandidiert hatten. Unter sich einigten sich drei Gewählten auf den Ortsvorsteher, so dass eine Wahl nicht nötig war. Gerhard Lenting (64) übernimmt die ehrenamtliche Funktion und kümmert sich von nun an gemeinsam mit dem Dachdeckermeister Christian Schulze (38) und dem Agraringenieur Christian Ganzer (36) um die wichtigen Belange von Werder.

Das wird zunächst die Übermittlung von Informationen zwischen Stadt und Ortsteil sein. Gerhard Lenting stellte klar, dass der Ortsbeirat nicht der „Kummerkasten“ für private Probleme und Streitereien sein kann. „Anonyme Anfragen oder Informationen werden nicht beachtet“, stellte er ausdrücklich klar. Den Sorgen hilfebedürftiger Nachbarn werde man sich jedoch nicht verschließen.

Die Sitzungen des Ortsbeirates sollen in Zukunft jeden Monat an einem bestimmten Tag stattfinden. Die Wahl fiel zunächst auf den ersten Mittwoch im Monat – darüber wird noch einmal beraten. Einladungen zu Sitzungen und Sitzungsprotokolle werden im Amtsblatt beziehungsweise auf der Internetseite der Stadt Jüterbog veröffentlicht.

Für die Neuen gab es Glückwünsche und Blumen vom früheren Ortsbeirat und von den Nachbarn aus Neuhof. Darüber freuten sich die drei. „Mit den Neuhofern arbeiten wir gut zusammen“, sagte Christian Ganzer.

„Wir hoffen und erwarten, dass sich möglichst viele Einwohner von Werder angesprochen fühlen und an Projekten beteiligen“, sagte Gerhard Lenting, „wir fangen kommunalpolitisch bei Null an und sind auf die Unterstützung derjenigen angewiesen, die sich auskennen“. Dass überhaupt ein Ortsbeirat gebildet wurde, sieht der Ortsvorsteher als Notwendigkeit an: „Es kann nicht sein, dass die Stadt über den Ort bestimmt, dass andere entscheiden.“ Bei der Kommunalwahl im Mai 2014 und der Nachwahl im September hatten sich keine Kandidaten für den Ortsbeirat gefunden. Das Gremium wurde deshalb vor fast genau einem Jahr aufgelöst. Ebenso war es in Grüna. Der dortige Ortsbeirat wird am 30. September von der Stadtverordnetenversammlung gewählt.

Von Martina Burghardt

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