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Gesandter der US-Botschaft auf Rundreise

Luckenwalde Gesandter der US-Botschaft auf Rundreise

Kent Logsdon, Gesandter der US-Botschaft in Berlin, besuchte auf einer Rundreise durch Brandenburg auch Luckenwalde, Ludwigsfelde und Zeuthen. In Luckenwalde bestieg er die Theaterbühne und mischte sich unter die Akteure eines Tanz-Workshops.

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US-Interims-Botschafter Kent Logsdon (hinten 2.v.l.), Elisabeth Herzog-von der Heide (2.v.r.) und Marc Bogaerts (vorn r.).

Quelle: Elinor Wenke

Luckenwalde. Mit einem Eintrag ins Gästebuch der Stadt begann Kent Logsdon, Geschäftsträger der US-Botschaft in Deutschland, am Freitag offiziell seinen ersten Besuch in Luckenwalde. Eine Einladung der Konrad-Adenauer-Stiftung zu einem Vortrag in Zeuthen über amerikanisch-deutsche Beziehungen nutzte der 55-Jährige zu einer Brandenburg-Rundreise. Seit August 2015 ist Kent Logsdon Gesandter der Botschaft der Vereinigten Staaten in Berlin. Seit dem Amtsantritt von Donald Trump und der Abberufung des Botschafters John Emerson führt Logsdon die Geschäfte der Botschaft übergangsweise.

Kent Logsdon trägt sich im Beisein von Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide ins Gästebuch der Stadt Luckenwalde ein

Kent Logsdon trägt sich im Beisein von Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide ins Gästebuch der Stadt Luckenwalde ein.

Quelle: Elinor Wenke

Für Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD) war es das erste Treffen mit dem derzeit höchsten US-Repräsentanten in Deutschland. „Wir sind schon stolz, dass die Augen zurzeit auf Luckenwalde ruhen“, sagte sie. Mit Vertretern des Wirtschafts- und Stadtplanungsamtes stellte sie die Stadt vor, die seit kurzem wieder die 21 000-Einwohner-Marke überschritten hat. „Wir haben über die Herausforderungen von der schrumpfenden zur wachsenden Stadt gesprochen, „vom Wohnraum- und Verkehrsproblem bis zu fehlenden Kitaplätzen“, sagte sie.

Als Geschenk und Erinnerung übergab Herzog-von der Heide ihrem Gast einen Pelikan aus Porzellan, den Wappenvogel der Stadt. „Louisiana in den USA ist der Pelikan-Staat, Luckenwalde ist die Pelikan-Stadt. Ich finde, das passt“, ist die Bürgermeisterin überzeugt.

Kent Logsdon präsentiert vor dem Luckenwalder Stadttheater sein Souvenir von der MAZ

Kent Logsdon präsentiert vor dem Luckenwalder Stadttheater sein Souvenir von der MAZ.

Quelle: Elinor Wenke

Dass Logsdon als metropolen-gewohnter Botschaftsvertreter es mit einer vergleichsweise kleinen Stadt zu tun hatte, schmälerte sein Interesse nicht. „Man sollte gute Kontakte zu den Menschen pflegen, die nicht in einer Großstadt leben wollen“, sagte er in exzellentem Deutsch. Er empfindet die Stadt als sehr bürgernah.

Im Stadttheater mischte sich der Berufsdiplomat unter die Akteure eines Workshops, die für das Musikfestival „Sound City“ im Juli in Luckenwalde proben. Der Choreograph Marc Bogaerts führt Sportler, Musiker und Tänzer zu einer Show zusammen. „Ich finde es großartig, dass man hier experimentieren kann und zum Festival 30 000 Besucher erwartet“, sagte Logsdon. Und er berichtete, dass zwei Absolventinnen der Juilliard Music School in New York an dem Festival teilnehmen werden. „Sie erhalten dafür von uns ein kleines Stipendium. Auch das ist gelebte deutsch-amerikanische Freundschaft“, sagte er.

Vor dem Stadttheater

Vor dem Stadttheater: Kent Logsdon (l.) mit Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide und Ekkehard Buß vom Stadtplanungsamt.

Quelle: Elinor Wenke

Am Vormittag hatte sich Logsdon mit Schülern des Curie-Gymnasiums Ludwigsfelde englisch unterhalten. „Sie waren ausgezeichnet vorbereitet und wollten vor allem den Unterschied zwischen deutschen und amerikanischen Schulen wissen“, sagte er. In den USA müssten die Schüler oft im Sommer einen Job annehmen, um Geld zu verdienen“, hatte er ihnen erzählt.

Kent Logsdon im Gespräch mit Schülern des Marie-Curie-Gymnasiums Ludwigsfelde

Kent Logsdon im Gespräch mit Schülern des Marie-Curie-Gymnasiums Ludwigsfelde.

Quelle: Jutta Abromeit

Im Ludwigsfelder Mercedes-Werk beeindruckte den US-Amerikaner vor allem die effektive duale Ausbildung. Und er liebe deutsche Autos, versicherte er der MAZ. „Mein erster Wagen war ein VW Golf, jetzt habe ich einen Audi. Man braucht auf der Autobahn schnelle, gute Autos“, sagte er.

„Ich komme gern wieder“

Dass 90 Prozent der Deutschen laut jüngster ARD-Umfrage unzufrieden mit der Politik der USA und ihres Präsidenten sind, stimmte Logsdon nicht griesgrämig. „Es gehört zu unserem Job, Washington zu sagen, wie Deutschland über die USA denkt“, sagte er und schätzt die deutsch-amerikanischen Beziehungen dennoch als gut ein. „Es geht nicht nur um die Kanzlerin und den Präsidenten, sondern auch um wirtschaftliche, kulturelle und persönliche Beziehungen“, sagte Logsdon. Der Stadt Luckenwalde versprach er: „Ich komme gern wieder.“

Von Elinor Wenke

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