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Teltow-Fläming Geschichte(n) von der schwarzen Küche
Lokales Teltow-Fläming Geschichte(n) von der schwarzen Küche
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00:26 25.03.2018
In der schwarzen Küche des Bauernmuseums zeigen die Schüler den Besuchern, mit welchen selbst gefertigten Küchengeräten früher gearbeitet wurde. Quelle: Margrit Hahn
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Blankensee

Wie sollte ein cooler Museumsleiter sein? Er darf auf keinen Fall nuscheln, muss freundlich sein und über „sein“ Museum Bescheid wissen. Darüber sind sich die sieben Viert- und Fünftklässler der Blankenseer Grundschule einig, die drei Tage lang das Bauernmuseum erkundet haben.

Sie informierten sich nicht nur, sondern sie sind jetzt selbst Museumsführer. Künftig werden sie Besuchern das Haus und seine Ausstellung erklären. Doch dafür mussten sie sich erst das erforderliche Wissen aneignen.

Schon früher gab es einen begehbaren Kleiderschrank, wie man im Museum sehen kann. Quelle: Margrit Hahn

Die Idee hatte Museumschefin Carola Hansche. Ihr Ziel ist es, die junge Generation für das unmittelbare Kulturgut und dessen Erhalt zu sensibilisieren und Kinder ins Museum zu locken. Am besten gelingt das ihrer Ansicht nach wenn Gleichaltrige durch die Ausstellung führen. „Das Projekt war anstrengend, aber auch spannend“, sagt die elfjährige Charlotte Engel. Auch Lina Zaika bedauert, dass die Zeit im Museum schon wieder vorbei ist. „Das war mal was anderes, als jeden Tag Unterricht in der Schule“, sagt sie, „wir haben gelernt, frei zu sprechen, und den Umgang mit Besuchern geprobt.“ Lina war mit ihrer Klasse vor einigen Jahren zu Besuch im Bauernmuseum und konnte sich noch gut an die schwarze Küche und das Schlafzimmer erinnern. „Ich wusste aber nicht, dass früher Babys und kleine Kinder im Schlafzimmer erfroren sind, weil es im Winter so eisig kalt war. Eine Heizung gab es nicht“, sagt sie.

Selbstständige Erkundung

Die Schüler wurden für die drei Tage vom Unterricht freigestellt. Den Unterrichtsstoff und die Hausaufgaben müssen alle aber nachholen. Nach drei Tagen zuhören, aufschreiben und selbstständig das Museum erkunden, war gestern Premiere. Die Schüler führten selbstständig durch verschiedene Räume. Dazu war Schulleiterin Sabine Fröhlich eingeladen. „Ich bin begeistert. Analog zur Naturparkschule haben wir jetzt mit der Museumsschule ein weiteres Alleinstellungsmerkmal. Was wir hier vor der Haustür haben ist großartig“, sagte sie.

Erste Führung zum Internationalen Museumstag

Carola Hansche hat für Kinderführungen den Internationalen Museumstag am 13. Mai anvisiert ebenso den Tag des offenen Denkmals am 9. September und das Museumsfest am 16. September. Zu jedem Termin sind ein oder zwei Kinder mit eingeplant. Die Museumschefin wird die Schüler dabei begleiten. Und damit die Besucher wissen, wer die Führung übernimmt, sind die Mädchen und Jungen mit gut erkennbaren Leibchen ausgestattet, die sie zu Museums-Assistenten machen.

„Schnurzpiepe“ ist dabei

Um vor allem kleine Museumsbesucher zu begeistern, können die Assistenten auf das Maskottchen „Schnurzpiepe“ zurückgreifen. Dabei handelt es sich um die Hausmaus, eine Handpuppe, die bisher unentdeckt im Bauernhaus lebte und künftig bei den Führungen der Schüler dabei sein wird. Zum Abschluss überreichte Carola Hansche jedem ihrer jungen Assistenten ein Zeugnis, das zur Führung im Bauernmuseum berechtigt.

Von Margrit Hahn

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