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Teltow-Fläming Geschichten übers Heinrich-Stift gesucht
Lokales Teltow-Fläming Geschichten übers Heinrich-Stift gesucht
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00:17 22.04.2017
Heinrich-Stift-Inhaber Werner Weng in einer Dachgeschoss-Wohnung, die derzeit noch hergerichtet wird. Quelle: Elinor Wenke
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Luckenwalde

Noch wird im alten, neu sanierten Luckenwalder Heinrich-Stift gewerkelt und gebaut, getischlert und gemalert. „Doch bis zum Jahresende soll alles fertig sein“, sagt Werner Weng. Der Privatinvestor hat das leerstehende, denkmalgeschützte Gebäude in der Lindenstraße im Jahr 2012 gekauft und baut es für rund fünf Millionen Euro – ohne Fördergeld – für das barrierefreie Wohnen um.

An der Ost-Seite des Heinrich-Stiftes wurden Autostellplätze und Mietergärten geschaffen. Quelle: Elinor Wenke

Insgesamt entstehen 34 Wohnungen mit Flächen zwischen 40 und 150 Quadratmetern Fläche. 26 sind bereits vermietet, acht Wohnungen können noch vergeben werden. Dabei setzt Weng sein Konzept „50life“ um. Es steht für eine gemeinschaftliche Lebensform, vor allem für Menschen ab 50, die noch mitten im Leben stehen, aber trotzdem nach einem neuen sozialen Umfeld suchen.

Noch gleicht der Flur einer Baustelle. Zum Jahresende soll alles fertig sein. Quelle: Elinor Wenke

„Es ist kein betreutes Wohnen und keine bewachte Wohlfühl-Oase für Ältere“, sagt Weng, „jeder genießt maximale Individualität, kann aber auch die Gemeinschaftsräume nutzen.“ Der sogenannte Lindensaal, früher der Speiseraum des Altenheimes, steht für Familienfeiern und andere Zusammenkünfte zur Verfügung. Im Keller entstehen außerdem Fitness- und Wellness-Räume mit Sauna.

„Die mittleren Wohnungen von 60 bis 80 Quadratmetern hätte ich hundertfach vergeben können, diese große Nachfrage hatte ich so nicht erwartet“, räumt Weng ein. Derzeit werden unter anderem noch ein schmuckes Turmzimmer und eine 125 Quadratmeter große Wohnung über drei Etagen hergerichtet. „Diese ist eher für unter 50-Jährige geeignet, am besten für eine Familie mit Kindern“, sagte der Inhaber.

Ein Turmzimmer wird derzeit noch hergerichtet. Quelle: Elinor Wenke

Der im Haus angesiedelte Verein „50life“ zählt inzwischen rund 40 Mitglieder, darunter vor allem Mieter, aber auch solche, die es noch werden wollen. „Jeden Monat starten wir ein Event zum besseren Kennenlernen“, sagt Weng, „von der Radtour über die Draisinen-Fahrt bis zum Besuch der Internationalen Gartenausstellung in Berlin.“

Ein fester Termin ist in diesem Jahr die Präsentation des Hauses beim Tag des offenen Denkmals am Sonntag, dem 10. September, von 10 bis 17 Uhr. Dann können Interessierte einen Blick hinter die Kulissen werfen. Werner Weng ist auf großen Ansturm gefasst: „Im vorigen Jahr hatten sich 200 Leute angemeldet, 2000 sind gekommen und 800 konnten wir durchschleusen.“

Erinnerungen an ein 118 Jahre altes Haus

Auch in diesem Jahr wird es wieder Führungen, einen Flohmarkt sowie Kaffee und Kuchen geben. Doch der Gastgeber hat noch einen besonderen Wunsch: „Wir wollen Leute ermuntern, ihre Geschichten zu erzählen, die sie mit dem Heinrich-Stift verbinden“, sagt Weng. Das können ehemalige Angestellte des Altenheimes, Handwerker oder Verwandte von damaligen Bewohnern sein. Sie sind aufgerufen, ihre Erinnerungen per Hand oder als E-Mail aufzuschreiben, in einer Video-Botschaft mitzuteilen oder auch vor Ort zu erzählen. Es geht sowohl um das 118 Jahre alte Gebäude als auch das Leben darin. Auch alte Fotos sind willkommen.

Alle, die ihre Geschichten mitteilen, werden zum Tag der offenen Tür eingeladen. „Vielleicht schaffen wir es auch, bis dahin ein kleines Buch darüber herauszugeben“, überlegt Werner Weng.

Info unter www.heinrichstift.de oder per Mail unter werner@weng.ag

Von Elinor Wenke

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