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Geschichtsstunde auf dem Waldfriedhof

Luckenwalde Geschichtsstunde auf dem Waldfriedhof

Die Friedhofswanderung hat in Luckenwalde inzwischen Tradition. Zum 22. Mal fand sie am Wochenende statt. Dietrich Maetz führte einmal mehr über den Waldfriedhof. Der Heimatforscher berichtete aus der fast 100 Jahre währendem Friedhofsgeschichte.

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Dietrich Maetz (3. v . l.) während der Führung.

Quelle: Lisa Blech

Luckenwalde. Zum 22. Mal fand in Luckenwalde eine Friedhofs-Wanderung statt und zog zahlreiche Interessierte an. Dietrich Maetz führte über den Waldfriedhof. Der Heimatforscher erzählte aus dessen fast 100 Jahre langen Geschichte und ließ diese mit einem Spaziergang lebendig werden.

„Die Idee, über Friedhöfe spazieren zu gehen, kam mir, als ich 2002 einen Vortrag zur Luckenwalder Stadtgeschichte erarbeitete – ,Vom Gottesacker zum Mistkäfer’. Seitdem haben sich die Führungen zur echten Tradition entwickelt“, erläutert Dietrich Maetz die Entstehung der lokalhistorischen Wanderungen.

Die Teilnehmer der Wanderung erfuhren viel Wissenswertes: 1921/22 wurde der Waldfriedhof vom österreichischen Architekten Richard Neutra geplant und angelegt, der zu dieser Zeit der Assistent von Erich Mendelsohn war und später in die USA übersiedelte. Neutras Grundriss des Waldfriedhofes stellt die Natur in den Mittelpunkt. Das Wegenetz orientiert sich an einem Skarabäus, der bei den alten Ägyptern für Wiedergeburt und die Auferstehung der Götter stand. Dieses außergewöhnliche Konzept steht den Friedhöfen der Kirchen entgegen und bot der wachsenden nicht-konfessionellen Bevölkerung eine letzte Ruhestätte. Zudem diente die Erstellung des Friedhofs als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme und war Reaktion auf die große Nachfrage nach Urnengräbern.

Im Zeitraum von 1992 bis 2005 wurde die Friedhofsanlage instand gesetzt. Im Jahr 2014 wurde der Eingangsbereich des Waldfriedhofs durch den Luckenwalder Heimatfreunde e.V. und Unterstützer restauriert. Der Waldfriedhof umfasst zudem das Sowjetische Ehrenfeld für Kriegstote, das Deutsche Ehrenfeld für ehemalige deutsche Wehrmachtsangehörige und das Ehrenfeld Mohrungen für 585 zivile Kriegsopfer aus dem Kreis Mohrungen und ehemaligen Ostgebieten. 2017 wird die letzte der drei Urnenwände restauriert, bestätigte Michaela Hoffmann vom Grünflächenamt die Nachfrage des Heimatforschers.

Von Lisa Blech

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