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Geschichtsverein wird 25 Jahre alt

Ludwigsfelde Geschichtsverein wird 25 Jahre alt

Der Geschichtsverein Ludwigsfelde feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen. Ludwigsfelde ist zwar eine junge Stadt, trotzdem gibt es dort viele Menschen, die sich für die Geschichte der Region interessieren.

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Dieter Wendorff bedankt sich mit einer Zeichnung aus eigener Feder bei der Vereinsvorsitzenden Vera Gärtner.

Quelle: Gudrun Ott

Ludwigsfelde. Ludwigsfelde ist eine vergleichsweise junge Stadt – aber es gibt auch dort viele Menschen, die sich für die Geschichte der Region interessieren. Seit 25 Jahren sind sie im Geschichtsverein Ludwigsfelde organisiert. Am Mittwoch traf er sich im Rathaus, um sein Jubiläum zu feiern und, wie Bürgermeister Andreas Igel (SPD) es ausdrückte, um mit Gästen und Sponsoren auf eine gemeinsame Silberhochzeit anzustoßen. Igel lobte die Arbeit des Geschichtsvereins, der sich ausschließlich aus Ehrenamtlern zusammensetzt. „Wir sind eine junge Stadt und viele Bürger wissen wenig von den Gründungsjahren. Wir haben 100 Jahre den Bildungsstandort Struveshof, leben seit 70 Jahren in Frieden. Diese Entwicklung ist es wert aufgeschrieben zu werden“, so Igel. Er überreichte einen symbolischen Scheck von 250 Euro und versprach, die Stadt werde auch künftig das traditionelle Glockenfest unterstützen.

Glockenfest gibt es seit 2008

Das Glockenfest, das seit 2008 jährlich am 3. Oktober stattfindet, war eine Idee von Vera Gärtner. Die Vereinsvorsitzende erinnerte unter anderem an die Sage, nach der im ältesten Teil von Ludwigsfelde einst eine Kirche versank und deren Glockenspiel um Mitternacht bis heute von Sonntagskindern gehört werden kann. „Ich wohne seit 1939 in der Stadt. Damals war ich vier Jahre alt. Ludwigsfelde bedeutet mir alles. Ich bin stolz auf die Menschen hier“, sagte die frühere Lehrerin für Deutsch und Kunsterziehung, die auch zu den ersten Abiturienten in der Stadt gehörte.

Zeichnung von Dieter Wendorff zum Jubiläum

Apotheker Dieter Wendorff bedankte sich beim Geschichtsverein mit einer Zeichnung aus eigener Feder. Fontane, der Dichter, grüßt die, die als Geschichtsverein so ausführlich über ihn berichtet haben, ist da zu lesen. Bereits vor 50 Jahren trafen sich Interessierte in Ludwigsfelde, um die Geschichte der Stadt zu dokumentieren. Der Geschichtsverein wurde dann 1992 gegründet. Damals war die Vorsitzende Ines Krause. Im Rathaus-Foyer sind nun Auszüge der Chronik ausgestellt. Besucher können sich dort auch über einzelne Glockenfeste informieren.

Heuschreckenplage im Jahr 1875

Seit Mittwoch besitzt der Verein zudem einen umfassenden Internetauftritt, für den Mario Stutzki verantwortlich zeichnet. Dort erfährt der Leser unter anderem, dass im Juli des Jahres 1875 zwischen Ludwigsfelde und Kerzendorf Millionen von Heuschrecken über die Felder herfielen und die Hafer- und einen Teil der Kartoffelernte vernichteten.

Viele Veröffentlichungen

Vermessungsingenieur Stutzki ist zwar erst seit eineinhalb Jahren Vereinsmitglied, interessiert sich aber schon viel länger für Heimatgeschichte. Gemeinsam mit Gerhard Brink hat er Bücher zum Thema, etwa „Ludwigsfelde. Geschichte in Bildern“, geschrieben. Die Mitglieder des Geschichtsvereins beweisen in zahlreichen Veröffentlichungen ihr Fachwissen. In gleich sieben Broschüren „Was Häuser erzählen können“ wird einfühlsam über Architektur- und Familiengeschichte berichtet. In den Broschüren „Sagenhaftes“ runden Legenden der Altvorderen, nicht nur der Stadt, sondern auch ihrer Ortsteile, das Bild ab. Autor und Vereinsmitglied Günther Gehrmann beleuchtet die Geschichte der Großbetriebe der sich entwickelnden Stadt.

„Ludwigsfelde, dein Tempo ist rasant, entfalte dich so weiter im Brandenburger Land“, hieß es im Geburtstagsständchen, gedichtet und komponiert von Erika Pötzsch, vorgetragen von Mitgliedern der Singegruppe des Waldhauses.

Von Gudrun Ott

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