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Teltow-Fläming Geschützte Natur im „Zweistromland“
Lokales Teltow-Fläming Geschützte Natur im „Zweistromland“
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05:15 27.06.2016
Blumen zum Vereinsjubiläum: Christa Schmid, Vorsitzende des Vereins, und Hartmut Kretschmer vom Landesamt für Umwelt, feierten am Sonntag gemeinsam 25 Jahre Landschafts-Fördervereins Nuthe-Nieplitz-Niederung. Quelle: Matthias Butsch
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Glau

Mehr als 200 Menschen waren am Sonntag zur Festveranstaltung anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Landschafts-Fördervereins Nuthe-Nieplitz-Niederung zum Naturpark-Zentrum am Waldgehege Glauer Tal gekommen. Sie alle hatten und haben auf unterschiedliche Weise mit der erfolgreichen Naturschutzarbeit im „Zweistromland“ zu tun. Unter ihnen waren die Landtagsabgeordnete und einstige Umweltministerin Brandenburgs Anita Tack (Linke), von der Kreisverwaltung Teltow-Fläming Dezernentin Silke Neuling und der Leiter des Umweltamtes Manfred Fechner, vom Landesamt für Umwelt der Abteilungsleiter Großschutzgebiete Hartmut Kretschmer sowie die Bürgermeister und Vertreter der Kommunen des Landstrichs.

Während des zweistündigen Festaktes wurde mittels eines Dokumentarfilms und in Reden vor allem Rückschau gehalten.

Gründung im Jahr 1991

Als nach der Wende Pläne für den Bau eines Golfplatzes und eines Sporthotels am Blankensee auf den Tisch kamen – genau dort, wo im Herbst und Frühjahr tausende Gänse rasten – gründeten 1991 sieben Mitglieder den Landschaftsförderverein. Sie wollten die Natur vor den Bauvorhaben schützen. Heute hat der Verein 61 Vollmitglieder aus Landwirtschaft, Forst, Kommunen, Behörden und der Wissenschaft sowie 164 Fördermitglieder und 221 Baumpaten. 25 Jahre nach Gründung des Vereins bildet die Nuthe-Nieplitz-Niederung das Kerngebiet des 1999 ausgerufenen Naturparks Nuthe-Nieplitz und ist als Naturschutz- und Vogelschutzgebiet bestimmt.

Die ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiter, denen Vereinsvorsitzende Christa Schmid in ihrer Festrede größten Respekt zollte, können auf viele Naturschutzprojekte zurück schauen. Mehr als 3500 Hektar Wiesen, Acker, Wald und Seen wurden für die naturverträgliche Entwicklung gesichert. Zahlreiche Flächen wurden renaturiert, Bäume und Sträucher gepflanzt und naturnahe Wälder, Seen und Feuchtgebiete entwickelt. Wanderwege, Aussichtstürme, das Wildgehege Glauer Tal, das Naturpark-Zentrum oder die Bohlenstege an den Seen stehen für den sanften Tourismus, der für den Verein von Beginn an wichtiges Anliegen war.

Anfängliche Bedenken

„Das ist nicht immer ein leichter Weg gewesen“, erinnerte Hartmut Kretschmer vom Landesumweltamt an die anfänglichen Bedenken und Proteste der Anwohner und insbesondere der Landwirte. Nach unzähligen hitzigen Debatten und vielen Jahren Naturschutzarbeit konnten die meisten Bedenken entkräftet werden. „Projekte wie die Offenen Höfe oder das Naturpark-Zentrum zeigen, dass Natur und Mensch von der Arbeit des Landschafts-Fördervereins profitieren“, sagte Kretschmer.

Mit einer Hoffnung beendete Christa Schmied ihre Festrede. „Ich hoffe, dass sich auch die jüngeren Generationen für die nachhaltige Entwicklung der Region interessieren und einsetzen. Damit der Verein auch in den kommenden 25 Jahren Bestand hat, bedarf es noch mehr an haupt- und ehrenamtlichem Nachwuchs.“

Von Matthias Butsch

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