Volltextsuche über das Angebot:

17 ° / 13 ° Sprühregen

Navigation:
Gespenstisch: Gemeindeamt geschlossen

Ruhlsdorf Gespenstisch: Gemeindeamt geschlossen

Eine gespenstische Stimmung herrschte am Freitag in der Gemeindeverwaltung von Nuthe-Urstromtal in Ruhlsdorf: dunkle Flure, kalte Heizkörper, leere Notstromaggregate. Zudem funktionierten weder die Telefone noch die Computer. Wer trotz fehlender Beleuchtung das Schloss zu seiner Bürotür gefunden hatte, konnte warm eingepackt die Akten auf dem Fensterbrett studieren.

Voriger Artikel
Wehr bekommt Hilfsleistungslöschgruppenfahrzeug
Nächster Artikel
56 Kälber aus Stall gestohlen

Ohne Strom lässt’s sich schwer verwalten. Drum blieb die Verwaltung geschlossen.

Quelle: FOTO: Reck

Ruhlsdorf. Kein Strom nach dem Sturm! So ging es nicht nur den Bewohnern in etwa der Hälfte aller Ortsteile der Gemeinde Nuthe-Urstromtal. Auch in der Gemeindeverwaltung in Ruhlsdorf versiegte die Elektrizität. Während in einigen Orten das Licht wieder mitten in der Nacht anging, blieb es in Ruhlsdorf stockduster ebenso wie auch in Hennickendorf.

Halbe Nacht bei Kerzenlicht und Mondschein

Dort klopften noch im Dunkeln am Freitagmorgen gegen 6 Uhr zwei Bürger an die Haustür von Monika Nestler (Linke). Sie wollten von der Bürgermeisterin wissen, wann denn nun endlich wieder der Strom kommt. Aber woher sollte sie das wissen? Hatte sie doch selbst die halbe Nacht bei Kerzenlicht und Mondschein verbracht.

Im Rathaus lief so gut wie nichts

Und in ihrem Rathaus lief am Freitagvormittag so gut wie nichts. Dort herrschte eine gespenstische Stimmung. Um in ihre Büros zu kommen, mussten sich die Verwaltungsmitarbeiter durch die dunklen Flure tasten. „Jetzt bloß nicht den Schlüssel fallen lassen“, witzelte einer, als er das Türschloss suchte. Hinter der glücklich geöffneten Tür drang endlich das fade Tageslicht durch die Bürofenster ein.

Weder Telefon noch Computer funktionieren

Doch was machen ohne Strom? Weder die Telefonanlage noch die Computer funktionierten. „Es ist schon erstaunlich, wie sehr man von der Technik abhängt“, sagte Hauptamtsleiterin Sabine Kaiser. Leider war das Notstromaggregat inzwischen auch leergelaufen, sodass gar nichts mehr ging.

Keine „störenden“ Anrufe

Jedenfalls wurden die Verwaltungsangestellten aus diesem Grund auch nicht von Anrufen besorgter Bürger „gestört“. Nur hin und wieder klopften einige von ihnen an die Glastür des Haupteingangs. Dort hing zwar ein Schild mit der Aufschrift „Aus technischen Gründen (Stromausfall) bleibt die Verwaltung heute geschlossen!“, aber man schloss ihnen doch auf, zumal der elektrische Türöffner nicht funktionierte.

Aktenstudium am Fensterbrett

„Endlich habe ich mal Zeit, ganz in Ruhe die Akten zu studieren“, sagte Bauamtsleiterin Ute Krüger. Eingemummelt in eine dicke Strickjacke, weil wegen des fehlenden Stroms auch die Heizungsanlage ausgefallen war, musste sie die Aktenordner aufs Fensterbrett legen, um sie bei ausreichendem Tageslicht studieren zu können.

Von Hartmut F. Reck

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Teltow-Fläming
MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg