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Gesundheitscheck beim Herztag

Luckenwalde Gesundheitscheck beim Herztag

Um die schwerwiegenden Folgen von Diabetes ging es schwerpunktmäßig beim sechsten Herztag des DRK-Krankenhauses in Luckenwalde. Er fand im Kreishaus statt und bot den Besuchern einerseits viele Informationen, andererseits konnten sie gleich vor Ort Blutwerte testen und sich dazu beraten lassen.

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Interessenten standen Schlange, um Blutzucker, Cholesterin oder Blutdruck messen zu lassen.

Quelle: Lisa Blech

Luckenwalde. „Herz unter Stress“ ist das Motto der bundesweiten Herzwochen der Deutschen Herzstiftung. Das Kardiologie-Team des Luckenwalder DRK-Krankenhauses nahm ebenfalls daran mit dem sechsten Herztag im Luckenwalder Kreishaus am Sonnabendvormittag teil und informierte zum diesjährigen Thema „Bluthochdruck – Diabetes – Cholesterin“. Anlass hierfür ist die Tücke hinter diesen Risikofaktoren. Meist unentdeckt und demnach auch nicht therapiert, kann es schleichend das Herz-Kreislauf-System schädigen.

Das Team vom Herzkatheterlabor im DRK-Krankenhaus Luckenwalde

Das Team vom Herzkatheterlabor im DRK-Krankenhaus Luckenwalde.

Quelle: Lisa Blech

„Wir möchten Herz-Kreislauf-Erkrankungen thematisieren, um Betroffenen die Möglichkeit zu geben, Informationen zu sammeln, Fragen zu stellen und Einblick in die Sinnhaftigkeit bestimmter Handlungskonzepte zu bekommen, um diese auch besser umsetzen zu können.“, erläuterte Chefarzt Gunnar Merz. Das Herz-Team aus Ärzten und Schwestern der Kardiologie der Luckenwalder Klinik stellte sich für die Messung von Cholesterin, Blutzucker, Blutdruck, Puls und Body-Mass-Index zur Verfügung.

Messungen und Sprechstunde

Im Anschluss an die Messungen konnten auffällige Werte in einer eigens für den Anlass angebotenen Sprechstunde besprochen und Hinweise gegeben werden. Außerdem informierte das Team des Herzkatheterlabors über Geräte und Materialien, die im Alltag zum Einsatz kommen und trugen dazu bei, Berührungsängste abzubauen. Zudem konnte Reanimation an einer Puppe gelernt und geübt werden.

„Ich möchte meine Werte checken lassen“, gab Simone Buchmann aus Luckenwalde als Grund für ihren Besuch des Herztags an, „ich war hier vor zwei Jahren schon einmal. Es ist immer gut, dass man so etwas mitmacht.“ Sie schätzte auch den Fachvortrag als sehr informativ ein.

Fachärztin Kerstin Richter bei ihrem Vortrag zum Zusammenhang von Diabetes und Herzerkrankungen im Kreistagssaal

Fachärztin Kerstin Richter bei ihrem Vortrag zum Zusammenhang von Diabetes und Herzerkrankungen im Kreistagssaal.

Quelle: Lisa Blech

Interessierte bekamen bei „Süßes Risiko Diabetes“ von Kerstin Richter, Fachärztin für Innere Medizin, Diabetologie und Ernährungsmedizin, einen Überblick über die Zusammenhänge von Diabetes und Herzerkrankungen. Richter nannte als Maßnahmen regelmäßige Bewegung, die Reduzierung von Übergewicht, einen geringeren Alkoholkonsum, Tabak-Verzicht und Stressreduktion. Im Anschluss daran beantworteten Richter und Chefarzt Merz Fragen der Zuhörerschaft. Dabei gaben beide den Tipp, immer die Werte aufzuschreiben und stets die eigene Medikamentenliste bei sich zu tragen.

Hintergrund

Das Herz pumpt bis zu 10 000 Liter am Tag. Wenn das Herz krank wird, vergrößert es sich.

Heute ist diese Herzschwäche häufiger auch schon bei 50-jährigen Patienten zu finden.

Mehr als 60 Prozent der Menschen, die mit einer Herzerkrankung ins Krankenhaus kommen, haben schon Diabetes.

Diabetes mellitus ist eine chronische Stoffwechselerkrankung. Frühsymptome können unter anderem vermehrtes Durstgefühl, häufiges Wasserlassen und Gewichtsverlust sein.

Der Typ II von Diabetes mellitus, verbunden mit Bluthochdruck, wird „Stiller Killer“ genannt. Er macht 90 Prozent aller Fälle aus und führt unter anderem zu Augen-, Gefäß-, Nerven- und Nierenschädigungen.

Die Hälfte der Menschen mit Diabetes erleidet einen stummen Herzinfarkt. Davon sind besonders Frauen nach den Wechseljahren betroffen.

In Deutschland gibt es sieben bis acht Millionen bekannte Diabetes-Kranke sowie eine Dunkelziffer von zwei Millionen unentdeckten Fällen.

28 000 diabetische Füße werden jährlich in Deutschland amputiert.

 

Merz freute sich am Herztag sehr über jegliches Feedback. „Besonders erfüllend für mich ist es, wenn wir die Resonanz unserer ehemaligen Patienten mitbekommen“, sagte er, „diejenigen, die zum Herztag kommen, geben uns auch positive Rückmeldung, dass unsere Arbeit sinnvoll ist und wir den Leuten geholfen haben.“

Wer sich am Sonnabend im Kreishaus einen kleinen Imbiss genehmigte, tat auch gleich etwas Gutes. Die Erlöse werden als Weihnachtsgeschenke an die Kleinen der Nachsorgeklinik für herz- und krebskranke Kinder in Berlin und Brandenburg gespendet.

Von Lisa Blech

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