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Gesundheitsgefahr: Asbest im Gerätehaus

Feuerwehr-Gebäude gesperrt Gesundheitsgefahr: Asbest im Gerätehaus

Die Zwischendecke in der Fahrzeughalle der Freiwilligen Feuerwehr Kummersdorf-Alexanderdorf ist möglicherweise mit Asbest belastet und deshalb gefährlich für die Gesundheit der Kameraden. Bürgermeister Frank Broshog (parteilos) ließ beide Tore versiegeln. Vorerst haben die Feuerwehrleute keinen Zutritt.

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Das versiegelte Feuerwehr-Gerätehaus.

Quelle: Frank Pechhold

Kummersdorf-Alexanderdorf. Beide Tore der Fahrzeughalle der freiwilligen Feuerwehr in Kummersdorf-Alexanderdorf sind versiegelt. Weil in der Zwischendecke asbesthaltige Materialien verbaut wurden, die vielleicht die Gesundheit der Kameraden gefährden, ordnete Bürgermeister Frank Broshog (parteilos) die Schließung des Gerätehauses an. Bis auf weiteres darf niemand das Gebäude betreten.

Warum die Asbestgefahr so lange unentdeckt blieb, ist Broshog ein Rätsel. Schließlich habe man die Innendecke der Fahrzeughalle schon in den 1980er Jahren eingezogen. Deshalb sei man noch bis vor kurzem davon ausgegangen, dass die Decke sicher ist. Aber dann zeigte Ortswehrführer Steffen Schmolling die mögliche Gesundheitsgefährdung im Rathaus an. „Das mit dem Asbest in der Decke ist einem Kameraden an einem ganz normalen Dienstabend aufgefallen“, sagt Schmolling. Daraufhin hätten sich auch die anderen Kameraden Sorgen um ihre Gesundheit gemacht. „Das habe ich der Gemeinde schriftlich mitgeteilt.“

Amtliche Siegel der Gemeinde Am Mellensee verwehren den Kameraden seit Freitag den Zutritt zu der Fahrzeughalle

Amtliche Siegel der Gemeinde Am Mellensee verwehren den Kameraden seit Freitag den Zutritt zu der Fahrzeughalle.

Quelle: Frank Pechhold

Weil die Bauverwaltung eine Gefährdung der Kameraden aktuell nicht ausschließen kann, musste Bürgermeister Broshog handeln. Freitag ließ er beide Tore versiegeln. „Die Fahrzeughalle wird in den nächsten Tagen auf gefährliche Stoffe in der Atemluft überprüft“, sagt der Bürgermeister. Sollte sich die von den Kameraden befürchtete Gefährdung bestätigen, dann verzichte man darauf, ein Gutachten in Auftrag zu geben. „So ein Gutachten würde 1000 bis 1200 Euro kosten. Auch wenn die Asbestbelastung den gesetzlichen Grenzwert unterschreitet, würde der Gutachter der Gemeinde am Ende den Hinweis geben, die Decke innerhalb eines gewissen Zeitraumes zu sanieren.“ Broshog zufolge wäre eine Sanierung der Hallendecke nicht vor April 2016 möglich.

„So einen Fall habe ich noch nie gehabt“, sagt Gemeindebrandmeister Jens Giller. Dienstagabend suchen Bürgermeister Broshog und er das Gespräch mit den Kameraden. Treff ist in dem Schulungsgebäude neben der gesperrten Fahrzeughalle. Im Gespräch ist, das Löschfahrzeug der Ortswehr innerhalb des Gebietes der Gemeinde Am Mellensee in eine andere Wache umzusetzen. Dort könnten dann die 20 aktiven Kameraden aus Kummersdorf-Alexanderdorf und die neun Jugendfeuerwehrleute vorübergehend Dienst tun und zu Einsätzen ausrücken. Giller zufolge arbeite die Gemeindeverwaltung fieberhaft an einer Lösung. „Bis die gefunden ist, muss kein Bürger in Kummersdorf-Alexanderdorf Angst um seine Sicherheit haben“, beruhigt Broshog die Gemüter: „Die umliegenden Feuerwachen sind in der Lage, für diesen Zeitraum den Brandschutz des Ortes sicher zu stellen.“

Von Frank Pechhold

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