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Teltow-Fläming Gesundheitsreport für Teltow-Fläming vorgestellt
Lokales Teltow-Fläming Gesundheitsreport für Teltow-Fläming vorgestellt
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21:50 19.09.2016
Laut dem aktuellen DAK-Gesundheitsreport sind Frauen häufiger krank als Männer. Quelle: DPA
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Luckenwalde

Der Krankenstand im Landkreis Teltow-Fläming ist von 4,8 Prozent im Jahr 2014 auf 5,4 Prozent im vergangenen Jahr gestiegen. Das ist ein Ergebnis des jüngsten Gesundheitsreports der DAK Gesundheitskasse, dessen regionale Zahlen Annett Koßmann und Claudia Steltner in Luckenwalde vorstellten.

Für die Erhebungen waren zahlreiche Versicherte zu Erkrankungen, Häufigkeit, Dauer der Krankschreibung und persönlichem Umgang mit der Krankheit befragt worden. Bei der Krankenstandsquote liegt Teltow-Fläming im Landes- und Bundestrend, aber leicht über dem Durchschnitt. So stieg der Krankenstand im Land Brandenburg von 4,9 auf 5,2 Prozent, deutschlandweit von 3,9 auf 4,1 Prozent.

Annett Koßmann (l.) und Claudia Steltner von der DAK. Quelle: Elinor Wenke

Erkrankungen im Muskel-Skelett-System (Rücken-, Bandscheiben-, Knieprobleme) verursachten mit 22 Prozent die meisten Fehltage im Landkreis – gefolgt von psychischen Leiden (15,3 Prozent), Erkrankungen des Atmungssystems (15 Prozent) und Verletzungen (12,3 Prozent). „Besonders gravierend ist die Zahl psychischer Erkrankungen wie Depression oder Burnout gestiegen“, sagt Annett Koßmann. So gab es im Landkreis 300 Fehltage je 100 Versicherte wegen psychischer Erkrankungen; im Jahr zuvor waren es 234.

Knapp ein Drittel der Erkrankten melden sich nur für ein bis drei Tage arbeitsunfähig. Vier Prozent der Erkrankten hingegen verursachen fast 42 Prozent der Fehltage. „Mit anderen Worten: Wenige Langzeiterkrankte sind für viele Krankentage verantwortlich, das sind 43 Tage und mehr“, weiß Claudia Steltner.

Frauen sind anders krank als Männer

Außerdem hat sich die DAK in diesem Jahr dem Geschlechterunterschied beim Kranksein gewidmet. Ein Ergebnis: „Frauen haben einen höheren Krankenstand als Männer“, erklärt Annett Koßmann. „Sie sind häufiger, aber kürzer krankgeschrieben als Männer.“ So waren 2015 in Teltow-Fläming 5,6 Prozent der Frauen krank, aber nur 5,2 Prozent der Männer. Laut Statistik ist der Unterschied seit vielen Jahren ein durchgängiges Phänomen. Gab es beim weiblichen Geschlecht 2048 Ausfalltage je 100 Versicherte, so waren es beim „starken“ Geschlecht 1891. Die sogenannten Falldauer war aber bei Frauen kürzer. Sie fehlten pro Krankschreibung 12,8 Tage, Männer 14,1 Tage.

Mehr psychische Leiden beim weiblichen Geschlecht

An psychischen Leiden erkranken Frauen wesentlich häufiger als Männer. Als Gründe werden biologische, hormonbedingte Ursachen, aber auch die Mehrfachbelastung durch Job, Haushalt und Kinder vermutet. Auch die Zahl der Tumorerkrankungen ist bei Frauen wesentlich höher, weil der häufige Brustkrebs wesentlich früher im arbeitsfähigen Alter auftritt als der bei Männern verbreitete Prostatakrebs. Umgekehrt sieht es bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen aus. Männer weisen 153 Fehltage je 100 Versicherte auf, Frauen nur 73.

Als Präsentismus wird bezeichnet, wenn man krank zur Arbeit geht. Das wiederum praktizieren Frauen häufiger als ihre männlichen Kollegen. 70 Prozent der Frauen verrichteten in den vergangenen zwölf Monaten mindestens einmal ihren Job, obwohl sie eigentlich krank waren. Bei Männern waren es 63 Prozent. Der häufigste Grund bei beiden Geschlechtern: Man will die Kollegen nicht hängen lassen.

Von Elinor Wenke

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