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Gewalt an der Schule: Jason (10) in der Klinik

Luckenwalde (Teltow-Fläming) Gewalt an der Schule: Jason (10) in der Klinik

Gewalt auf dem Schulhof: An der Friedrich-Ebert-Grundschule in Luckenwalde (Teltow-Fläming) ist ein Zweitklässler von Mitschülern so sehr angegangen worden, dass er zur Beobachtung ins Krankenhaus musste. Die Mutter des Jungen erstattete Anzeige bei der Polizei und suchte das Gespräch mit der Schulleitung.

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Ein wenig ist das Auge des verprügelten Jason (10) noch blau. Seine Mutter Nicole Bartsch kann es nicht fassen.

Quelle: Margrit Hahn

Luckenwalde. Jason hat noch immer Schmerzen. Blass und still sitzt er auf seinem Bett in der Luckenwalder Kinderstation. Er will nicht daran denken, wie es wird, wenn er wieder zur Schule muss. Am Mittwoch wurde er in der Pause von anderen Schülern geschlagen. Es war nicht das erste Mal, dass er in die Enge getrieben wurde.

Mutter Nicole Bartsch hatte deshalb bereits das Gespräch mit Schulleiterin Bettina Kühne gesucht. Dass es dann aber so massiv wird, dass ihr Sohn zur Beobachtung ins Krankenhaus muss, damit hatte sie nicht gerechnet. Der Schüler, der ihm die Faust aufs Auge gedrückt hat, war vorher in seiner Klasse, ist sitzengeblieben und wiederholt jetzt die zweite Klasse. Gemeinsam mit einem anderen Schüler hatte er schon Tage zuvor gestänkert. Jason hatte gesagt, sie mögen aufhören. Doch das taten sie nicht. „Ich habe in der großen Pause einen Schlag aufs Auge bekommen, dann haben sie mich geschupst und ich bin auf den Hinterkopf gefallen“, erzählt der Zehnjährige.

Als es klingelte, ging er mit in den Unterricht. „Ich habe im Kunstunterricht geweint“, fügt der Junge hinzu. Als er zuhause davon erzählte rief seine Mutter in der Schule an. „Ich wollte wissen, welche Konsequenzen das für die prügelnden Schüler hat. Darauf hat mir die Schulleiterin gesagt: ’Passen Sie mal auf, dass es keine Konsequenzen für Ihren Sohn hat’“, sagt Mutter Nicole. Ihr wurde empfohlen, mit ihrem Sohn zum Schulpsychologen zu gehen.

„Ich erziehe meinen Sohn zu Höflichkeit und Hilfsbereitschaft und soll zum Psychologen, das verstehe ich nicht“, so die Mutter, die Anzeige erstattet hat. Dies bestätigt Axel Schugardt von der Pressestelle der Polizei. Laut Anzeige kam es zu einer Körperverletzung, wodurch der Geschädigte ein Hämatom am Auge erlitten haben soll.

Schulrätin Corinna Spikermann bedauert den Vorfall. Sie verweist darauf, dass sich der Drittklässler gegenüber Lehrern, die ihn darauf angesprochen hätten, nicht äußerte. Auch hätte man ihm nichts angesehen. Erst durch den Anruf der Mutter hätte man Genaueres erfahren. Die Schulleiterin habe rausbekommen, dass es sich bei den prügelnden Schülern um Zweitklässler handelt. Die sollen sich nun bei Jason entschuldigen. Zudem ist ein Gespräch angedacht und ein Sozialarbeiter soll mit ins Boot geholt werden. Lehrer, Eltern- und Klassensprecher wurden informiert.

Von Margrit Hahn

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