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Teltow-Fläming Gewerbebrache soll Stadtvillen weichen
Lokales Teltow-Fläming Gewerbebrache soll Stadtvillen weichen
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04:40 16.09.2016
Wahrlich kein schöner Anblick. Reste eines abgebrannten Gebäudes an der Rückfront des Zossener Einkaufparks. Quelle: Frank pechhold
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Zossen

Mehrfamilienhäuser statt Gewerbebrache. „Wohnen am Schloss Zossen“ heißt das Projekt zweier privater Investoren für das 20 450 Quadratmeter große Gelände des fast leer stehenden Einkaufsparks an der Fischerstraße.

Von der Vielfalt der Läden kündet nur noch ein großes Werbeschild an der Zufahrt zum Einkaufspark. „Zebra-Schuhe“, „Blumen mit Pfiff“, „Imbiss“, Schlecker“ – das war einmal. Geblieben sind der gelbrote NettoMarkt und die für Zossen, Am Mellensee und Rangsdorf zuständige Post-Agentur. Was aus diesen beiden Einrichtungen wird, steht noch nicht fest. Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B) kündigte an, den Noch-Mietern auf Wunsch bei der Suche nach neuen Standorten behilflich zu sein.

180 bis 200 Wohnungen geplant

Wann Post und Netto weichen müssen, ist also offen. „Wir befinden uns ja erst in einer ganz frühen Planungsphase“, sagt der von den Investoren beauftragte Berliner Architekt Helge Sypereck. Das gesamte Einkaufszentrum solle abgerissen werden. Nach dem Abriss der Gebäude werde die zubetonierte Fläche komplett entsiegelt. Dass man es in unmittelbarer Nähe von Nottekanal und Landschaftsschutzgebiet „Notte-Niederung“ mit schwierigem Baugrund zu tun habe, weiß Sypereck. Ungeachtet dessen wolle er den Stadtverordneten einen Bebauungsvorschlag für frei stehende Stadtvillen mit 180 bis 200 Wohnungen unterbreiten. Alle Häuser würden sich an den Proportionen der Gebäude in Zossen anlehnen.

Voraussetzung für so eine detaillierte Planung ist, dass die Stadtverordneten am 5. Oktober dem Aufstellungsbeschluss des Bebauungsplans „Wohnen am Schloss Zossen“ zustimmen. Eine entsprechende Beschlussempfehlung gaben kürzlich sowohl die Mitglieder des Bauausschusses als auch des Ortsbeirates.

Baugrund könnte Problem werden

„Ich bin gespannt darauf, was sich die Investoren vorstellen“, so Ortsbeiratsmitglied Jörg Wanke (Bürgerliste). Abzuwarten bleibe, ob der Baugrund dreigeschossige Gebäude trage. Zudem könnte das Vorhaben Privatleute davon abhalten, denkmalgeschützte Häuser in der Innenstadt zu sanieren, weil sie wegen der Stadtvillen befürchten müssten, ihre Wohnungen nicht vermietet zu bekommen. Diese Sorge teilt Ortsvorsteher Andreas Noack (Plan B) nicht. „Wir haben in der Innenstadt wirklich keine Wohnungen mehr.“ Deshalb befürworte er das Neubauprojekt. „Die Leute, die da nach Zossen ziehen, bringen Kaufkraft mit und beleben die Innenstadt.“

Sorge um letzten Supermarkt in der Innenstadt

„So viele neue Wohnungen sind ein Gewinn für die Innenstadt“, sagt Ortsbeiratsmitglied Sven Reimer (CDU). Seine einzige Sorge sei, dass mit Netto der letzte Einkaufsmarkt im Zentrum verschwinde. Diese Sorge wird von Pamela Potschin geteilt, die als Betreuerin in der Wohnstätte „Am alten Schlosspark“ arbeitet. „Wir haben unseren 40 Bewohnern beigebracht, hier in Begleitung oder selbstständig einkaufen zu gehen“, so Potschin. Diese Bewegungsfreiheit für die körperlich und geistig beeinträchtigen Frauen und Männer wäre nach dem Abriss des Netto-Marktes dahin, weil die anderen Einkaufsmärkte viel zu weit entfernt sind.

Möglicherweise gelingt es ja, „die leer stehenden Räume des ehemaligen Rewe-Marktes am alten Arbeitsamt zu beleben“, sagt Sven Reimer. Vielleicht könne man die Stadtvillen-Investoren davon überzeugen, einen kleinen Einkaufsladen in ihr Projekt einzubauen, so Andreas Noack. „Vorschreiben können wir es ihnen nicht.“

Von Frank Pechhold

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