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Teltow-Fläming Gewerbebrache wird zur Unfallquelle
Lokales Teltow-Fläming Gewerbebrache wird zur Unfallquelle
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04:35 13.10.2016
Ein gefährlicher Altbau in Luckenwalde. Quelle: Margrit Hahn
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Luckenwalde

Der Luckenwalder Stadtverordnete und Vorsitzende des Stadtentwicklungsausschusses, Jochen Neumann (Linke), schlägt Alarm: „Die Gewerbebrache in der Beelitzer Straße 9 ist eine akute Gefahr für die Öffentlichkeit“, sagte er im Ausschuss. Der ehemalige Betrieb „Gablona“ steht seit Jahren leer, das Gebäude verfällt zusehens. Das Dach weist große Löcher auf. „Die losen Dachziegel rutschen in die Schneefanggitter, die zum Teil auch nur noch am seidenen Faden hängen“, sagt Neumann. Außerdem haben sich Mörtelbrocken selbstständig gemacht, die teilweise durch die Gitter rutschen können. „Die Schornsteinköpfe löst sich auf“, konstatiert Neumann. Auch die Dachrinne entwickele sich zum „Biotop“ und drohe ebenfalls abzurutschen. Erste Firststeine hätten sich gelöst.

Lose Dachziegel sammeln sich im Schneefanggitter, das ebenfalls marode ist und abzustürzen droht. Quelle: Margrit Hahn

Besondere Sorge bereitet dem ehrenamtlichen Kommunalpolitiker, dass das marode Gebäude direkt an der Beelitzer Straße und damit an einer der meist befahrenen Magistralen liegt. „Der Geh- und Radweg ist der Hauptschulweg zum Gymnasium, da laufen und fahren täglich viele Kinder und Jugendliche lang“, sorgt sich Neumann, „wenn da aus zwölf Metern Höhe Dachziegel herunterfallen, gibt es keine Rettung mehr.“ Mehrmals hat Neumann die Untere Bauaufsicht des Landkreises über die gefährliche Situation informiert, zuletzt vor wenigen Tagen. „Die Reaktion ist gleich null“, ärgert er sich.

Privateigentümer der Ruine ist bekannt

Für die Immobilie gibt es einen Privateigentümer. „Er ist in der Verantwortung. Wir haben ihn aufgefordert, seinen Sicherungspflichten nachzukommen“, erklärte Stadtplanungsamtsleiter Peter Mann, „aber er fühlt sich nicht zuständig.“ Der Stadt sei es nicht möglich, ordnungsrechtlichen Zwang gegen den Eigentümer auszuüben. „Wir können aus Eigenschutz höchstens den Gehweg sperren“, so Mann. „Dann müssten aber auch die Fahrräder auf der Straße fahren und das wäre der Super-Gau“, ist Neumann überzeugt. Er fordert eine Reaktion von der Bauaufsicht, „notfalls durch eine Ersatzvornahme“.

Bauaufsicht mit Personalknappheit

In der Bauaufsicht ist das Problem bekannt. „Im Juni stellte ein Baukontrolleur fest, dass sich der Zustand der straßenseitigen Dachfläche seit 2009 verschlechtert hat“, erklärte Leiter Norbert Jurtzik. Seinerzeit war schon einmal ein ordnungsrechtliches Verfahren eingeleitet worden, das aber eingestellt wurde, weil die im Schneefanggitter liegenden Dachsteine entfernt wurden. „Die personellen Ressourcen der Bauaufsichtsbehörde sind begrenzt. Nicht jeder bauordnungsrechtlich bedenkliche Zustand kann sofort und mit Nachdruck verfolgt werden“, sagte Jurtzik.

Seine Behörde werde nun erneut die Eigentümerinnen anhören und die Sicherung, also das Entfernen der losen Dachsteine und der defekten Schornsteinköpfe, fordern. „Sofern die Eigentümer nicht ihrer Verkehrssicherungspflicht nachkommen, werden sie von der Bauaufsicht per Ordnungsverfügung verpflichtet, ihr Gebäude in einen ordnungsgemäßen Zustand zu versetzen und die Gefahrenquellen zu beseitigen“, so Jurtzik.

Von Elinor Wenke

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