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Teltow-Fläming Gezacktes Rotes Kreuz: Philatelisten-Treffen
Lokales Teltow-Fläming Gezacktes Rotes Kreuz: Philatelisten-Treffen
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05:20 07.10.2016
Briefmarkenboden der Deutschen Bundespost von 1963 mit 20-Pfennig-Marken zum 100-jährigen Bestehen des Roten Kreuzes im Luckenwalder Rotkreuz-Museum. Quelle: Hartmut F. Reck
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Luckenwalde

Mit was man sich so alles beschäftigen kann! Zum Beispiel mit Briefmarkensammeln. Aber das kann ja jeder. Deshalb gibt es im Bund Deutscher Philatelisten (BDPh) rund 180 thematische Arbeitsgruppen, die sich auf ganz spezielle Briefmarkenmotive konzentrieren. Daher nennen sie sich auch Motivgemeinschaften. Und eine davon ist die Motivgemeinschaft Rotes Kreuz, deren Vorsitzender Rainer Schlösser aus Luckenwalde ist.

Rotkreuz-Sonderbriefmarke aus Somalia. Quelle: Hartmut F. Reck

Der Romanistikprofessor und ehrenamtliche Leiter des Rotkreuz-Museums in Luckenwalde empfängt heute Abend in der Kreisstadt des Landkreises Teltow-Fläming etwa 40 Rotkreuz-Philatelisten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Erwartet wird auch der Präsident des DRK-Landesverbandes Brandenburg, Frank-W. Hülsenbeck. Er gehört zwar nicht zur Motivgemeinschaft, aber er hat wohl durchaus auch ein privates Interesse am Sammeln von Rotkreuz-Briefmarken. Im Hotel und Restaurant „Vierseithof“ finden am heutigen Freitagabend und am Samstagabend jeweils ab etwa 20.30 Uhr Tauschabende statt, „bei denen auch interessierte Sammler aus der Region herzlich willkommen sind“, betont Rainer Schlösser. Ansonsten geht es tagsüber um vereinsinterne Dinge.

100 Mitglieder mit Spezialmotiv-Leidenschaft

Die Motivgemeinschaft Rotes Kreuz innerhalb des BDPh hat rund 100 Mitglieder. Sie erforschen das Rote Kreuz aus philatelistischer Perspektive. Das heißt: Sie sammeln Briefmarken, Sonderstempel und Feldpost, Schiffspost, Luft- und Flugpost, also alles, was postalisch mit dem Roten Kreuz oder mit dem Roten Halbmond in muslimisch geprägten Ländern zu tun hat.

„Die dadurch verfügbaren Informationen fließen in die weitere Forschung zum Roten Kreuz im jeweiligen historischen und gesellschaftlichen Zusammenhang ein“, erläutert Rainer Schlösser die durchaus relevante Bedeutung dieses ganz speziellen Hobbys. „Es liefert Erkenntnisse und eröffnet auch manchmal überraschende Perspektiven.

Jubiläumsbriefmarke. Quelle: Hartmut F. Reck

Davon zeugt auch das Mitteilungsblatt der Motivgemeinschaft Rotes Kreuz, das viermal jährlich erscheint. In der neuesten Ausgabe geht es um Rotkreuz-Schiffe, von denen es nicht nur Postkarten gibt, sondern auch Briefmarken oder Sonderstempel und Luftpostumschläge mit aufgedrucktem Absender. Zum Beispiel von dem Hospitalschiff „Helgoland“ des Deutschen Roten Kreuzes, das vor genau 50 Jahren in Hamburg auslief, um in Vietnam, wo damals seit mehr als zehn Jahren Krieg herrschte, vor allem der Zivilbevölkerung medizinisch zu helfen.

Neuheiten: Briefmarken aus aller Welt

Eine andere Art von Rotkreuz-Schiffen gab und gibt es in Holland, die schon seit den 1920er Jahren Patienten während ihrer Rekonvaleszenz oder zur Erholung sowie behinderte Passagiere über die vielen Flüsse, Kanäle und Grachten des Landes fahren.

In dem Vereinsblatt werden auch Neuheiten vorgestellt, zumeist Briefmarken, die aus Madagaskar, Sierra Leone, Burundi, Neuseeland, Rumänien, den Salomon-Inseln, den Malediven, der Schweiz, der Elfenbeinküste, aus Djibuti und Slowenien stammen. Hinzu kommen Rotkreuz-Sonder- und Werbestempel aus Japan, Thailand, Australien, Italien, Indien, Frankreich und sogar aus Nord-Korea.

Mannshoher Bilderrahmen mit Postwertzeichen

Rainer Schlösser sammelt nicht für sich selbst, aber für das Rotkreuz-Museum in Luckenwalde, das die Teilnehmer der Jahrestagung an diesem Wochenende selbstverständlich auch besuchen werden. Ihre größte Aufmerksamkeit wird dabei einem mannshohen Bilderrahmen gelten, der mit Postwertzeichen aus aller Herren Länder bestückt ist. Außerdem gibt es im Museum auch einige Alben mit Rotkreuz-Marken. Weiterhin werden die Briefmarkenfreunde auch die aktuelle Ausstellung zum Roten Kreuz in Luckenwalde im Haus des Ehrenamtes besuchen.

Empfangen werden sie im Laufe des Wochenendes auch im Rathaus von Bürgermeisterin Elisabeth Herzog-von der Heide (SPD), die ihnen die Stadt Luckenwalde vorstellen wird.

Und zum Abschluss der Jahrestagung wird am Sonntag – wenn man schon mal in der Gegend ist – ein Ausflug in die Lutherstadt Wittenberg stattfinden.

Von Hartmut F. Reck

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