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Giftköder im Erdbeerbeet

Einbruch in Luckenwalder Gartenanlage Giftköder im Erdbeerbeet

Was zunächst wie ein Lausbubenstreich aussah, entpuppte sich als Straftat. Unbekannte hatten im Garten von Margit und Elke Hüser Erdbeerpflanzen gesetzt und dazwischen Giftköder versteckt.

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Margit (l.) und Elke Hüser trauten ihren Augen nicht, als auf diesem Beet plötzlich Erdbeerpflanzen gesetzt waren.

Quelle: Elinor Wenke

Luckenwalde. Margit und Elke Hüser wollten ihren Augen nicht trauen, als sie kürzlich nach längerer Abwesenheit wieder in ihrem Garten in der Luckenwalder Kleingartenanlage „Erholung“ vorbeischauten. Ungebetene Gäste hatten 20 Erdbeerpflanzen auf einem freien Beet in ihren Garten gepflanzt. „Wir dachten echt, wir sind im falschen Film“, erinnert sich Margit Hüser. Ihre Freude hielt sich in Grenzen. Die Gartennachbarin hatte sie noch darauf hingewiesen, das zwischenzeitlich ein „Engel“ im Garten der beiden Schwestern gewesen sei und die Pflanzen gesetzt hätte.

Doch was zunächst wie ein Lausbubenstreich aussah, entpuppte sich als handfeste Straftat. Erst bei näherem Hinsehen stellten die beiden Hobby-Gärtnerinnen fest, dass sich zwischen den Erdbeerpflanzen und unter den Blättern Giftköder befanden. „Es waren mindestens 20 Hunde-Leckerli, die mit Schrauben versetzt waren“, berichtet Elke Hüser, „außerdem fanden wir zwei Tütchen mit Rattengift, die der Regen irgendwann aufgeweicht hätte.“

„Das ist kein Spaß und kein Kavaliersdelikt, sondern ein böser Anschlag“, sagt Margit Hüser. Die beiden Frauen vermuten, dass die Attacke ihrem Mischlingshund „Bero“ gegolten hat. Der elfjährige, behinderte Vierbeiner ist vor kurzem verstorben, allerdings vor der unliebsamen Überraschung.

Margit Hüser erstattete Anzeige gegen Unbekannt bei der Polizei wegen Hausfriedensbruchs. Die präparierten Hundesnacks und die Rattengift-Tütchen wurden als Corpus Delicti bei den Beamten abgegeben. Die Polizei in Luckenwalde bestätigt den Anzeigen-Eingang und ermittelt.

„Gegen unseren Hund wurde in der Gartenanlage von Anfang an gestänkert“, berichtet Elke Hüser, „er hat gestört und wurde nicht gemocht, weil er gebellt hat.“ Dass ihn aber jemand derart brutal aus dem Weg räumen wollte, hätten sie zunächst niemandem zugetraut. Margit Hüser weist darauf hin, dass es nicht nur um den eigenen Vierbeiner ginge, sondern auch andere Hunde, Katzen oder Kinder am Grundstück vorbeikämen, für die das Gift hätte gefährlich werden können. „Wenn wir die Erdbeeren später gegessen hätten, wäre uns das vielleicht auch zum Verhängnis geworden“, sagte Margit Hüser. Als sie wenig später die Pflanzen entfernen wollte, waren sie wie von Geisterhand wieder verschwunden.

Der Vorsitzende der Gartenanlage, Klaus Herschel, hatte bis gestern von dem Vorfall keine genaue Kenntnis. „Normalerweise nimmt die Polizei in solchen Fällen Kontakt mit dem Vorstand der Gartenanlage auf“, wundert er sich. Herschel räumt ein, dass die beiden Gartennutzerinnen nicht unumstritten sind. „Sie erhalten jetzt eine Abmahnung, weil sie die Nachbarin beleidigt und belästigt haben“, sagte er der MAZ. „Sollte der Vorfall mit dem Gift aber so stimmen, ist das natürlich zu verurteilen“, so Herschel.

Von Elinor Wenke

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